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Die große Flut bleibt wohl aus

Poggenhagen Die große Flut bleibt wohl aus

Eine rasant ansteigende Leine, überflutete Wiesen, gesperrte Straßen - der Dauerregen der vergangenen Tage hat im Neustädter Land nasse Spuren hinterlassen. So schlimm wie 2013 ist es aber nicht.

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Die Durchfahrt von Poggenhagen nach Bordenau ist dieser Tage verboten - aus gutem Grund.

Quelle: Benjamin Gleue

Neustadt. Am Dienstag um 17 Uhr erreichte der Fluss in Neustadt einen Pegel von 4,40 Metern - das waren 95 Zentimeter mehr als zur selben Zeit des Vortages.

Erste spürbare Folge: Die Brücke über die Alte Leine zwischen Bordenau und Poggenhagen ist dicht. Gestern morgen wurde die vielbefahrene Verbindung zwischen den beiden Dörfern gesperrt - Autofahrer müssen seitdem den Umweg durch die Kernstadt in Kauf nehmen oder weichen auf die Überfahrt Schloß Ricklingen/Luthe aus.

Klaus Lambelet vom Wasser- und Schifffahrtsamt geht aktuell davon aus, dass sich die Situation relativ rasch wieder entspannt. „Laut aktueller Wetterlage wird der Pegel der Leine kaum über 4,60 Meter steigen“, sagt der Fachmann vom überregionalen Hochwasserdienst in Hannover. Zum Vergleich: Als wirklich bedrohlich gelten im Neustädter Land Wasserstände von über 5,50 Metern, die hier letztmalig im Sommer 2013 erreicht wurden. Sollten keine weiteren Dauer-Niederschläge hinzukommen, dürfte der Pegel bis zum Wochenende wieder merklich sinken, wie Lambelet sagt.

Das aktuelle Leine-Hochwasser ist laut dem Fachmann allein auf die Regenfälle der vergangenen Tage zurückzuführen. Die Talsperren im Harz sind noch nicht geöffnet, das Hochwasserrückhaltebecken in Salzderhelden staut bisher noch an.

Von Benjamin Gleue

Vor der Durchfahrt sei gewarnt

Was kümmert mich die Absperrung? Längst nicht alle Verkehrsteilnehmer hielten sich gestern an das Verbot der Durchfahrt an der Bordenauer Brücke. Sie seien gewarnt: Bei vergangenen Hochwassern blieben mit unschöner Regelmäßigkeit Fahrzeuge im stark strömenden Wasser stehen, ein Motorradfahrer geriet in Lebensgefahr, als Wasser seine Maschine umriss. Wer bei der Überfahrt erwischt wird, muss zwar „nur“ 15 Euro Bußgeld bezahlen, bleibt das Fahrzeug aber stecken und muss geborgen werden, zahlt der Fahrer nicht nur den Einsatz der Feuerwehr, es droht auch eine Anzeige wegen Umweltverschmutzung.

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