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Fertige Rampe bleibt noch gesperrt

Neustadt Fertige Rampe bleibt noch gesperrt

Rollstuhl- und Radfahrer müssen sich noch gedulden: Die barrierefreie Zukunft des Neustädter Bahnhofs lässt weiter auf sich warten, die ursprünglich für Anfang Oktober geplante Eröffnung der neuen Rampe auf der Westseite ist vertagt worden – die Beleuchtung fehlt noch.

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Die neue Rampe auf der Westseite des Bahnhofes ist noch nicht freigegeben - die Beleuchtung fehlt.

Quelle: Benjamin Gleue

Neustadt. Horst Wessolleck kann die Freigabe des 2,18 Millionen Euro teuren und von der Region finanzierten Bauprojektes kaum noch erwarten. "Treppensteigen fällt mir schwer, die Rampe wäre eine wesentliche Erleichterung", sagte der Neustädter, als er sein Fahrrad gestern über die schmale Hilfsspur der alten Fußgängertreppe in die Höhe schob.

Dietmar Simoneit, Sprecher diverser Selbsthilfegruppen in Neustadt, hofft ebenfalls auf eine schnellstmögliche Freigabe. "Ich habe oft mit Menschen zu tun, die auf eine Gehhilfe angewiesen sind. Ohne fremde Unterstützung haben sie momentan keine Chance von den Parkplätzen auf der Westseite in den Bahnhofstunnel zu gelangen", sagt er.

Eine schnelle Besserung der Lage ist indes nicht in Sicht: Obwohl die Rampe bereits fertiggestellt ist, wird es noch einige Wochen dauern, bis die Neustädter diese nutzen können. Der Grund: es fehlt Licht. "Wir warten noch auf die bestellten Lampen. Ohne Beleuchtung dürfen wir die Rampe nicht freigeben", sagt Regionssprecher Klaus Abelmann. Mitte November, so der Plan, sollen alle Leuchten verbaut und die Rampe freigeben sein.

Auf dem Vorplatz westlich des Bahnhofs wird derweil noch länger gebaut: Dort legen Bauarbeiter derzeit das Fundament für die geplante, 160 Stellplätze bietende, Fahrradgarage und erneuern den Abwasserkanal entlang der Straße. Die Region geht davon aus, dass Anfang nächsten Jahres das komplette Bauprojekt fertig ist.

Siegfried Bein kümmert sich um Fahrgäste und Bahnhof

Kaum jemand verbringt täglich so viel Zeit rund um den Neustädter Bahnhof wie Siegfried Bein: Seit gut drei Jahren ist das Areal die berufliche Heimat des 60-Jährigen – als Bahnhofs-Kümmerer sorgt er hier für Sauberkeit und Sicherheit und fungiert als Ansprechpartner für Fahrgäste.

Fragen nach dem Baufortschritt an der West-Rampe bekommt er nach eigener Auskunft häufiger zu hören. "Die Leute warten regelrecht auf die Fertigstellung. Wer auf einen Rollator oder Rollstuhl angewiesen ist, benötigt die Rampe", erzählt er.

Allgemein gilt: Wer Hilfe beim Treppensteigen oder auf dem Weg zu den Gleisen benötigt, findet sie bei Bein. "Die Menschen können mich jederzeit ansprechen, ich helfe ihnen gern. Das ist mein Job", sagt er.

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Bahnhofs-Kümmerer Siegfried Bein steht jederzeit als Helfer bereit.

Quelle: Benjamin Gleue

Von Benjamin Gleue

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