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Heinemanns Pfeifen sind kleine Kunstwerke

Neustadt Heinemanns Pfeifen sind kleine Kunstwerke

Was als Hobby begann ist heute Broterwerb. Dirk Heinemann aus Amedorf stellt Pfeifen in Handarbeit her und seine Stücke sind weltweit gefragt.

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Dirk Heinemann schleift einen Pfeifenkopf.

Quelle: Susanne Döpke

Amedorf. Dirk Heinemann hat nicht nur eine Leidenschaft für Pfeifen, er stellt exklusive Stücke her und verkauft sie von seiner Werkstatt in Amedorf aus in alle Welt. „Mich haben Pfeifen schon immer interessiert und zuerst habe ich Exemplare für Freunde und Familie gemacht“, sagt er.
Als er sie dann auch in Internetforen zeigte, bekam die einstige Liebhaberei eine ganz andere Dimension. Inzwischen hat er einen Kundenkreis aus Sammlern aufgebaut und stellt seine Stücke auf Messen und Sammlertreffs in aller Welt. Zwischen fünf und sieben der individuellen Stücke stellt der Amedorfer in der hauseigenen Werkstatt her – komplett in Handarbeit.

Ein ganz besonderes Holz verwendet Designer Dirk Heinemann für seine kunstvollen Pfeifen. Bruyère stammt aus einer mediterranen Baumheide, das besonders gut Feuchtigkeit aufnimmt, die beim Rauchen in der Pfeife kondensiert. Kenner und Sammler aus der ganzen Welt, die hauptsächlich zu seinem Kundenkreis zählen, lassen ihre Pfeifen nach Gebrauch ein paar Tage trocknen und besitzen mehrere Stücke, die sie abwechselnd benutzen.
Die kunstvollen Rauchgeräte aus Heinemanns Werkstatt auf dem elterlichen Hof in Amedorf fertigt er ausschließlich per Hand. Erst bei der Arbeit mit dem Rohling entsteht die Form der späteren Pfeife: „Ich schleife sie so lange ab, bis das Holz keine Fehlstellen mehr hat, denn diese kleinen Löcher stören Sammler und mindern den Wert des Endprodukts“, erklärt Heinemann. Dann zeichnet er mit Bleistift an, wo die Bohrungen für Öffnungen platziert werden sollen. Auch die Mundstücke aus Naturkautschuk stellt er individuell für jede Pfeife her.
Diese Kunstfertigkeit kommt nicht von ungefähr – Heinemann hat Tischler gelernt und anschließend Produktdesign studiert, entwirft auch Möbel. Pfeifen bleiben sein Steckenpferd. Zwischen 500 und 600 Euro kosten seine Einzelstücke, die er bald auf einer Messe in Chicago zeigen will. Das tut er, um sich und seine Werkstücke bekannt zu machen, denn er weiß: Bei Pfeifensammlern geht es zu, wie bei Kunstsammlern. Für Stücke von Stars der Szene werden weitaus höhere Preise gezahlt. „Dafür muss man einen Namen machen haben und daran arbeite ich“, sagt er.

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