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Drei Farben ordnen den Schilderwald

Neustadt Drei Farben ordnen den Schilderwald

Radwegziele, Tourismuseinrichtungen, Gastronomie: Mit einem Wust an Hinweistafeln sehen sich insbesondere radfahrende Besucher am Nordufer des Steinhuder Meeres konfrontiert. Dabei ist der Schilderwald in letzter Zeit schon kräftig entwirrt worden.

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Verkehrsverein, Stadt und Ortsvertrauensmann haben den Schilderwald am Nordufer gelichtet und geordnet. Rot auf Weiß sind Radwege ausgeschildert, blaue Schilder weisen auf touristische Ziele hin, weiße auf Gaststätten, Herbergen und andere privatwirtschaftliche Einrichtungen.

Quelle: Kathrin Götze

Mardorf. So hatte beispielsweise der Wunstorfer Manfred Riehl bei einer Radtour zum Nordufer kürzlich Probleme, die gewünschten Ausflugsziele zu finden. Surfstrand, Badestrand und Jugendherberge standen auf Riehls Tourenplan. Doch auf den weiß-roten Radwegschildern vermisste Riehl den Hinweis darauf. Dort steht lediglich der Weiße Berg als Ausflugsziel - der Sammelname für die Wochenend- und Feriensiedlung rund um die Weiße Düne.

Rat weiß Ortsvertrauensmann Friedrich Dankenbring: "Wir haben schon vor Jahren begonnen, den Wildwuchs an Schildern zu ordnen", erläutert er. Neben den rot-weißen Radwegschildern rät er Touristen, auch auf die blauen Schilder zu achten. Diese werden von der Kommune aufgestellt und weisen auf öffentliche touristische Ziele hin, wie eben die Strände oder auch Aussichtstürme und anderes. Wer eine Gaststätte oder ein kommerzielles Ausflugsziel sucht, wird auf den weißen Hinweisschildern fündig. Diese werden von Gastwirten und Geschäftsleuten montiert und auch gepflegt.

"Es war ein Stück Arbeit, dorthin zu kommen", sagt Dankenbring. Zuvor herrschte an den Straßenrändern vielfach völliger Wildwuchs, und die Geschäftsleute versuchten, sich mit immer größeren und auffälligeren Werbetafeln gegenseitig zu übertreffen. Es gab einen Gesprächskreis, damals noch mit dem inzwischen verstorbenen Denkmalpfleger Norbert Lopitzsch. Nun dürften nur noch an den direkten Zufahrten Werbeschilder aufgestellt werden, Wegweiser sind nur noch in schmal und weiß erlaubt.

"Wer nun noch ein Schild findet, das weg kann, soll es mir zeigen", sagt Dankenbring, der stetig weiter im Schilderwald forstet. Bei aller Zufriedenheit führt er aber nun eine Wunschliste. "Gerade die Radwegbeschilderung könnte noch an vielen Stellen besser werden", sagt er, nennt als Beispiel die Abzweige nach Eilvese auf den Seitenwegen zwischen Mardorf und Schneeren. "Da sind eine ganze Menge Leute unterwegs", sagt er.

Manche der Hinweisschilder sind offenbar auch bei Dieben beliebt, sagt Stadtsprecherin Kathrin Kühling. Wem auffällt, dass ein Hinweisschild fehlt oder beschädigt ist, der kann die Stadtverwaltung davon per E-Mail an stadtverwaltung@neustadt-a-rbge.de in Kenntnis setzen. Auch Tourist-Info, Verkehrsverein oder Ortsratsmitglieder seien gute Ansprechpartner für solche Meldungen.

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Von Kathrin Götze

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