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Ein Todesflug wird nachgestellt

Neustadt Ein Todesflug wird nachgestellt

Die Tragödie, eine der größten einer deutschen Verkehrsmaschine, wird nachgestellt - entscheidende Szenen davon in Neustadt: im NASC (Neustädter Aerospace Center) von Unternehmer Siegfried Teubner. Prunkstück der Anlage, neben vergleichbaren eines Towers und einer Boeing 737, ist ein Flugsimulator einer A 320, der Absturzmaschine.

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Nah an der Realität: Das obere Bild zeigt einen Blick aus dem Cockpit des Flugsimulators auf ein Felsmassiv. Matthias Teubner (links) weist das Filmteam in die Technik ein. Siegried Teubner (rechts) ist selbst begeisterter Pilot kleinerer Maschinen. Ganz rechts: der entscheidende Klick – das Cockpit ist versperrt. Lunitz/von Werder

Quelle: von werder

Neustadt. Die letzten Sekunden im Airbus A 320 müssen furchtbar gewesen sein: 149 Passagiere, Besatzungsmitglieder und der Pilot hinter der versperrten Tür zum Cockpit. Allein im Leitstand: der Kopilot, offensichtlich gewillt, die Maschine im Bergmassiv der französchen Alpen zerschellen zu lassen. Keiner der 150 Menschen an Bord überlebt am 24. März 2014 den Todesflug der Germanwings-Maschine, die von Barcelona nach Düsseldorf unterwegs ist.

Der Fernsehsender RTL hat die Produktion in Auftrag gegeben, „am 21. März, fast ein Jahr nach dem Unglück soll das laufen“, sagt Matthias Teubner, der die Aufnahmen im Simluator begleitet hat. Szene für Szene wird nachgestellt: Wie Pilot und Kopilot nach dem Start in Barcelona die Maschine fliegen, die Landung in Düsseldorf vorbereiten. Und wie der Pilot das Cockpit verlässt, sein Vize einen Schalter betätigt. Die Cockpittür lässt sich in dem Moment vom Passagierraum aus nicht mehr öffnen. 150 Menschen fliegen in den Tod.

Tragisch: Die Sicherung wurde erst vor wenigen Jahren Pflicht, um ein Eindringen möglicher Terroristen zu vermeiden.

Hightech auch für Amateure

Die Flugsimulatoren im NASC am Ernst-Abbe-Ring sind mit modernster Technik bestückt, schließlich baut Siegfried Teubner mit 120 Mitarbeitern Industrieelektronik, die auch in Verkehrsmaschinen zum Einsatz kommt. In der Anlage werden Fluginstrumente getestet, gleichermaßen können hier Piloten Flüge auch unter extremen Bedingungen trainieren – und Fluginteressierte selbst eine Verkehrsmaschine vom Start bis zur Landung „fliegen“. Mehr als 500 Menschen, Profis wie Amateure, steigen jährlich ins Cockpit. Für 144 Euro pro Stunde ist man dabei. Statt Absturz droht allenfalls ein Schwindelgefühl.

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