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Ein Osterküken als Lebenshilfe

Neustadt Ein Osterküken als Lebenshilfe

Wenn die Pflegerin mit dem Osterküken kommt, werden Kindheitserinnerungen wach. Da stört es nicht, wenn das Küken ein Kunstprodukt ist.

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Marianne Overheu mit Patient

Quelle: Chadde

Neustadt. Als Gesundheitspflegerin ist Marianne Overheu (62) im Neustädter Land unterwegs. Rund 70 Patienten betreut das Pflegeteam aus Hagenburg, dem sie angehört“.

In den vergangenen Wochen hat Overheu ihren Patienten gerne ein puschelige, Piep-Küken als Ostergeschenk mitgebracht. Das Echo war ebenso schön wie unerwartet. „Durch die sehr echt wirkenden Pieps-Töne der kleinen Küken wurden viele Kindheitserinnerungen wachgerufen. Selbst Demenzkranke erinnerten sich wieder an typische Situationen auf ihrem Bauernhof", sagt Overheu.

„Wir hatten Gössel“, berichtete ein ehemalige Landwirt. Beim Anblick des piepsenden Kükens erinnert er sich an Gänse auf dem Hof der Eltern. Auch eine ältere Dame reagiert sofort. "Da hatten wir im Stall eine Wärmelampe, unter der die empfindlichen Küken ihre Körpertemperatur halten konnten". Und schon ist ein Gespräch im Gang, tauschen sich Patienten und Besucherin lebhaft aus.

„Von diesem therapeutischen Effekt war ich dann doch überrascht“, berichtet Marianne Overheu, deren Patienten die Küken außerdem gerne anfassen und streicheln. Zudem erfreuen die kleinen Pieps-Küken generationsübergreifend, denn auch die Enkelkinder sind schnell zur Stelle, wenn Mariannen Overheu vorbeischaut. Andächtig lauschen sie den großelterlichen Kindheitserinnerung von Kükenaufzucht, dem Lieblingsfutter der Tiere und anderen Erlebnissen aus der Osterzeit vergangener Jahrzehnte.

Von Patricia Chadde

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