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Ein starkes Zeichen: Neustadt will Vielfalt

Neustadt Ein starkes Zeichen: Neustadt will Vielfalt

Der Präventionsrat startet eine starke Aktion: „Neustadt für Vielfalt“ will Chancen aufzeigen, die sich aus der hohen Zahl ankommender Flüchtlinge ergeben. In den kommenden Monaten soll es unterschiedliche Veranstaltungen zu dem Thema geben.

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Fünf von elf: Andreas Ronge (von links), Gerd Klingenberg, Ute Kemmer, Klaus Borck und Manfred Henze vertreten gesellschaftliche Gruppen und Behörden im Präventionsrat der Stadt. Sie werben um Vielfalt, erklären auf Karten (unten) ihre Sicht der Dinge: Es sei für niemanden leicht, seine Heimat zu verlassen und entsprechend wichtig, Flüchtlingen eine neue Heimat zu bieten.

Quelle: Dirk von Werder

Neustadt. Wer, wenn nicht diese Gruppe, könnte Gehör finden? Im Präventionsrat - vor 21 Jahren gegründet, um der seinerzeit zunehmenden Kriminalität vorzubeugen - sitzen Vertreter fast aller relevanter Behörden und gesellschaftlicher Gruppen: Kirche, Stadt, Schulen, Arbeitsagentur, Polizei, Unternehmer sind dabei. Und sie alle wollen die „Vielfalt“, wollen dafür mit Aufklebern, auf Karten und Internet-Seiten in der Öffentlichkeit werben.

Es gebe in Neustadt eine „sehr positive Grundstimmung“ den Flüchtlingen gegenüber, sagte gestern Polizeichef Gerd Klingenberg. Sein Vorgänger, Manfred Henze, ist Sprecher des Präventionsrates und will „diese gute Stimmung erhalten helfen“. Das solle auf zweifache Weise geschehen: „Wir wollen denen danken, die jetzt schon so zahlreich helfen“, sagt Henze, „und versuchen, anderen ihre Sorgen zu nehmen.“ Deutschland habe bisherige Flüchtlingswellen gemeistert, habe in den Nachkriegsjahren bis zu 14 Millionen Menschen eine neue Heimat geboten - und nach 1990 nochmals über drei Millionen, vornehmlich Spätaussiedlern aus der Sowjetunion, aber auch Hunderttausenden Flüchtlingen aus Kriegs- und Bürgerkriegsgebieten. Neustadt selbst sei in den vergangenen 25 Jahren Heimat für mehr als 4000 Zuwanderer geworden. Sie alle hätten Neustadt vielfältiger gemacht; jede Herausforderung biete neue Chancen.

Der Präventionsrat kündigt für die nächsten Monate diverse Veranstaltungen zum Thema an, will Projekte zur Sprachschulung und Integration fördern. Infomaterial zur Aktion „Vielfalt“ gibt es bei Stadtjugendpflegerin Ute Kemmer, Telefon (05032) 84 512.

Von Dirk von Werder

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