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Integrationsprojekt trägt erste Früchte

Neustadt Integrationsprojekt trägt erste Früchte

Nach eineinhalb Jahren Vorarbeit erntet die Firma Temps erste Früchte eines neu entwickelten Ausbildungsprogramms für Flüchtlinge: Fünf Absolventen des so genannten SPRINT-Projekts und des Zusatzprogramms SPRINT-Dual sind Anfang August als Auszubildende ins erste Lehrjahr gegangen.

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Auftakt zum Ausbildungsjahr mit SPRINT-Absolventen bei der Neustädter Firma Temps

Quelle: Kathrin Götze

Neustadt. Insgesamt haben im August 20 neue Lehrlinge in dem Unternehmen mit seinen deutschlandweit 444 Mitarbeitern angefangen. Die Integration der jungen Flüchtlinge ins duale Ausbildungssystem sei eine Herausforderung gewesen, berichtete Firmenchef Ulrich Temps. Seine war die erste mittelständische Firma, die in das Projekt mit den Berufsbildenden Schulen (BBS) Neustadt eingestiegen ist - und ist die erste, die jetzt auch Auszubildende damit rekrutiert hat.

Um den Übergang reibungslos zu gestalten, haben Temps und BBS noch einen Ausbildungsschritt zwischengeschaltet: SPRINT Dual nannten sie das Projekt, an dem drei Iraker, fünf Syrer und zwei Afghanen teilnahmen. Ein halbes Jahr lang verbrachten sie jeweils zwei Tage in der Woche verbrachten sie in der Schule, drei Tage im Betrieb. "Von zwei Teilnehmern haben wir uns dann noch getrennt, weil es mit Sprache oder Pünktlichkeit nicht klappte", berichtete Temps, drei weitere hätten festgestellt, dass die Arbeit nicht die Richtige für sie sei.

Die jetzt gefundenen Kandidaten starten hoffnungsvoll in die Ausbildung, zum Auftakt lud Temps am Montag zu einem Öffentlichkeitstermin ein. Eingeladen war neben Kooperationspartnern wie BBS-Leiter Bernhard Marsch und Handwerks-Geschäftsführer Klaus Michalke auch Sven Tegeler, der für seine in Wunstorf ansässige Unternehmensgruppe auch nach Möglichkeiten sucht, Flüchtlinge einzubinden. "Zu unserem Angebot gehören Pflegedienstleistungen, Gebäudeservice und Catering", sagt Tegeler. All das sind Berufsfelder, die schon länger mit Schwierigkeiten kämpfen, geeignete Mitarbeiter zu finden.

Auch die niedersächsische Integrationsbeauftragte, Doris Schröder-Köpf (SPD) und der noch amtierende SPD-Landtagsabgeordnete Mustafa Erkan kamen zum Termin. Schröder-Köpf nahm den Appell des Temps-Chefs mit, das Projekt weiter laufen zu lassen. Bei Temps hat bereits eine neue SPRINT-Klasse die Arbeit aufgenommen. Und er beschäftigt außerdem ein Dutzend Teilnehmer des so genannten BAVKA-Programms (steht für Berufsausbildungs-Vorbereitung für die kooperative duale Ausbildung), mit dem junge Leute ohne Schulabschluss sich für eine Ausbildung qualifizieren.

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