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Evangelisch-freikirchliche Gemeinde besteht seit 50 Jahren

Neustadt Evangelisch-freikirchliche Gemeinde besteht seit 50 Jahren

Vor 50 Jahren gründeten junge Baptisten die Keimzelle der evangelisch-freikirchlichen Gemeinde in Neustadt.

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Waldemar Krüger und Margarete Schröder gehörten vor 50 Jahren zu den ersten Mitgliedern der evangelisch-freikirchlichen Gemeinde in Neustadt.

Quelle: Kathrin Götze

Neustadt. Es war eine kleine Mannschaft, die vor 50 Jahren die evangelisch-freikirchliche Gemeinde in Neustadt gründete: Acht junge Leute von der baptistischen Rufer-Bewegung zogen 1961 in die Leinestadt, lebten einen kommunitären Lebensstil, das heißt sie gingen ihren Berufen nach und gaben ihr Geld in eine gemeinsame Kasse, um Lebensunterhalt, Taschengeld und missionarische Arbeit zu finanzieren.

Margarete Schröder und Waldemar Krüger sind wenig später zu der Gründungsmannschaft gestoßen und noch heute in der Gemeinde aktiv. Nach den ersten Jahren in einer Findungsphase wirkten sie dabei mit, die Gemeinschaft nach außen zu öffnen.

„Wir waren nie Sektierer, sondern eine Kirche wie die anderen christlichen Kirchen auch“, sagt Schröder. Der Unterschied: Bei den Freikirchlern wird das Laientum groß geschrieben, ihren hauptberuflichen Pastor Gert Höhne leistet sie sich erst seit wenigen Jahren. „Und als Baptisten taufen wir nur Erwachsene“, sagt Krüger. Nächstenliebe sei ihnen das oberste Gebot, die Bibel ein Leitfaden fürs Leben, das Krüger als Weg charakterisiert: „Christ sein heißt, sich zu entwickeln, niemand kommt perfekt zur Welt.“

Auch die Gemeinde entwickelte sich, zog immer weitere Kreise: Vor 40 Jahren kaufte sie, auf 28 Mitglieder angewachsen, einen alten Bauernhof an der Nienburger Straße, hat daraus inzwischen ein modernes Gemeindezentrum mit Kindertagesstätte und Beratungsstelle geschaffen. Zum Beten trafen sich die Gläubigen in einem Kellerraum, der noch heute für Andachten dient. Darüber liegt nun ein großer, heller Gottesdienstraum, in dem die nun mehr als 120 Mitglieder Platz haben.

Neben dem Kindergarten Abenteuerland, der vor 20 Jahren in Betrieb ging, betreibt die Gemeinde seit 2003 auch den Kindergarten Regenbogenland Am Kuhlager.

Fünfzig Jahre Gemeinde, 40 Jahre Grundstückskauf, 20 Jahre Kindergarten – all das feiert die Gemeinde in einer Festwoche, auch für die Öffentlichkeit. Sie beginnt am Sonnabend, 3. September, 19.30 Uhr, mit einem Konzert des Musikers Samuel Harfst. Ab Montag, 5. September, ist in der Kirche eine Ausstellung über die Gemeinde zu sehen. Ein Talkabend „Erziehung zwischen Frust und Lust“ beginnt am Mittwoch, 7. September, 19.30 Uhr. Das Comedy-Theater Lennardt und Lennardt tritt am Freitag, 9. September, 19.30 Uhr, auf, und am Sonnabend, 10. September, 10 bis 14 Uhr, ist Kinderfest mit einem Auftritt des „Brille“-Kindertheaters.

Kathrin Götze

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