Volltextsuche über das Angebot:

15 ° / 8 ° Regenschauer

Navigation:
Zwanzigfacher Fachverstand soll helfen

Neustadt Zwanzigfacher Fachverstand soll helfen

Die Stadt stellt ein Fach- und Sachgremium zusammen, das Planung und Bau des Rathauses begleiten soll.

Voriger Artikel
Seniorenbeirat dringt auf Barrierefreiheit am Bahnhof
Nächster Artikel
Neustart einer Legende: Der Kammerchor

Wie werden die Flächen zwischen Herzog-Erich-Allee und Marktstraße bebaut?

Quelle: Gleue

Neustadt. Die Truppe steht – in weiten Teilen: Acht Vertreter der Ratsfraktionen, jeweils drei aus Verwaltung und Wirtschaft sowie vier externe Fachleute bilden das Fach- und Sachgremium, das ab März Planung und Bau des neuen Rathauses in der Innenstadt begleiten soll.
Das Bürgermeisterreferat der Stadt hatte im Vorfeld festgelegt, das Gremium dürfe „nicht zu groß werden, damit die Arbeit der Gruppe überschaubar bleibt und strukturiert ablaufen kann“. Daher sollten „höchstens 20 ständige Mitglieder“ benannt werden. Die werden es jetzt auch. 18 Funktionsträger sind ausgewählt, ein Großteil auch schon mit Namen.
Dagegen werden noch zwei engagierte Bürgervertreter gesucht. Wer sich angesprochen fühlt, kann sich ab nächster Woche auf der städtischen Internetseite www.neustadt-a-rbge.de vorstellen und bewerben, anschließend wird über die Kandidaten abgestimmt. Die beiden Bewerber mit den meisten Stimmen rücken ins Gremium, die Kandidaten drei und vier, falls es so viele gibt, vertreten sie im Falle der Abwesenheit. Da eine Gruppe von 20 Personen „erfahrungsgemäß nicht immer vollständig verfügbar sein dürfte“, so schreibt die Stadtverwaltung im Regelwerk des neuen Gremiums, sollte ohnehin für jeden Sitzinhaber ein fester Vertreter benannt werden.
Die Expertengruppe soll sich Anfang März zu ihrer konstituierenden Sitzung treffen. Bis dahin müssen die Bürgervertreter gewählt und benannt sein. Die Ratsfraktionen benennen ihre Leute spätestens bei der Sitzung des Rates am Donnerstag, 16. Februar, 18 Uhr.
Schon jetzt stehen einige Namen fest. So gibt Marc Dirk Brandes, Filialleiter der Hannoverschen Volksbank in Neustadt, den Finanzexperten im Gremium, Rechtsanwalt Dr. Peter Gerhold – er ist auch Vorsitzender der Mittelstandsvereinigung – deckt das Fachgebiet Recht ab, und Udo Scherer, Projektleiter bei der Klimaschutzagentur, wird für das breit gefächerte Fachgebiet Stadtentwicklung/Klimaschutz benannt. Das Fachgebiet Architektur ist noch nicht besetzt, soll aber folgen. Aus der Verwaltung sind Bürgermeister Uwe Sternbeck und Friedrich Wippermann, Leiter des Projekts Rathausbau, dabei. Noch fehlt ein Mitarbeiter für Immobilien und Technik. Als Fachleute für Wirtschaft und Einzelhandel gehören Uwe Hemens (Wirtschaftsförderungsgesellschaft), Bauunternehmer Reinhard Sänger – auch führendes Mitglied im Verein Stadtmarketing – und ein noch zu benennender Vertreter der Wirtschaftsbetriebe dem Gremium an.
Die Experten sollen zunächst Ausschreibungen vorbereiten, als Erstes für ein Büro zur Durchführung weiterer europaweiter Ausschreibungen.

Wieviel Wettbewerb soll sein?

Ein Rathaus im Zentrum der Stadt – ausdrücklich dort platziert, um dieses Zentrum aufzuwerten. Es gibt Neustädter Unternehmer, die selbst städtebaulich prägende Bauten, etwa an der Mecklenhorster Straße oder an der Herzog-Erich-Allee, haben erstellen lassen und die dafür in offiziellen Architektenwettbewerben um möglichst optimale Gestaltung und Ausführung geworben haben.
Ein solcher – nach strengen Richtlinien auszuführen – wäre auch für die Stadt die beste Möglichkeit, die beste Lösung zu finden. Das sagen Willi Meineke (Bauherr des Meineke-Kubus) und Karl von Wedel (IKN), der an der Herzog-Erich-Allee ein anerkannterweise stadtbildprägendes neues Bauwerk sein Eigen nennt. Klar: Ein Architektenwettbewerb würde Geld kosten für Vorbereitung, Auswertung und Preise.
Geld aber wäre vorhanden. 120 000 Euro würde ein Sponsor zur Verfügung stellen, der ungenannt sein will, dem aber eben sehr an einem das Stadtbild prägenden Rathaus gelegen ist. Bei der Verwaltung ist er vorstellig geworden – Ergebnis offen, wie es heißt. Das Angebot solle der Politik vorgelegt werden, sagt ein Stadtsprecher. Ein solcher Wettbewerb drohe, den Zeitplan durcheinanderzubringen. Alternativ könne „möglicherweise ein Ideenwettbewerb“ helfen. Ob und wie gelte es auszuloten. vw

Von Dirk von Werder

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Mehr aus Nachrichten
doc6xlj4siy8rosrh3ni04
Und sie fahren schon wieder nach Berlin

Fotostrecke Neustadt: Und sie fahren schon wieder nach Berlin