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Flaschenpost aus Bordenau in Neuseeland gefunden

Bordenau Flaschenpost aus Bordenau in Neuseeland gefunden

Innerhalb von knapp drei Jahren soll es eine Flaschenpost aus der Bordenauer Beeke bis an eine Küste Neuseelands geschafft haben. Die Postkarte von der Pazifikinsel (18.000 Kilometer entfernt) ist die bisher wohl spektakulärste Rückantwort, die zwei junge Bordenauer vorzeigen können. 

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Annabella Naujoks (Mitte) und ihre Kinder Robert (9) und Elisa (8) zeigen Fotos von einigen ihrer verschickten Flaschen.

Quelle: Julia Anders

Neustadt. Im Frühjahr 2012 hatten Elisa (damals fünf) und ihr ein Jahr älterer Bruder Robert die Flasche bei Bordenau zu Wasser gelassen - das tun sie häufiger. Immer in der Hoffnung, dass die Kunststoffflaschen - mit selbst gemaltem Bild, Briefumschlag, Datum und viel Glitzerstaub versehen - über Leine, Aller und Weser die offene See erreichen. Schon 18 Flaschen hat die Familie versandt: „Immer wenn wir auf ein fließendes Gewässer treffen, legen wir los“, sagt Mutter Annabella Naujoks. Sie selbst wollte als Kind immer eine Flaschenpost finden - und hat die Begeisterung für die schwimmende Post an ihre Kinder weitergegeben.

Robert hat in den vergangenen Jahren schon „die eine oder andere Antwort erhalten“, seine Schwester Elisa bis zu dem Tag nicht, als eine Postkarte kam - Absender: deutsche Touristen, die Urlaub in Neuseeland machten; die Flaschenpost nach eigenen Angaben dort am Strand gefunden haben.

„Als die Postkarte aus Neuseeland im Briefkasten lag, konnten wir es erst gar nicht glauben “, sagt Mutter Naujoks. „Wir haben auch sofort versucht, die Absender zu erreichen - leider bisher ohne Erfolg“, erzählt sie weiter. Ob die Flaschenpost es tatsächlich auf dem Wasserweg nach Neuseeland geschafft haben kann, beurteilt eine Frau, die sich mit Wasserwegen auskennt, Birgit Klein vom Bundesamt für Seeschifffahrt und Hydrographie (BSH) in Hamburg: „Dass die Flasche es ohne fremde Hilfe, zum Beispiel mit einem Fischernetz, so schnell so weit geschafft hat, ist meiner Meinung nach eher unwahrscheinlich.“

Zwei Routen durch die Weltenmeere

Über die Nordsee nach Neuseeland: Gewässerexpertin Birgit Klein vom Seeschifffahrtsamt hat sich die mögliche Reise der Flaschenpost einmal genauer angesehen: „Generell gibt es zwei Routen, die sie nach Neuseeland geführt haben könnten“, so Klein. „Zum einen hätte die Flasche von Norden aus Richtung Arktis über die Beringstraße in den Pazifik gelangen können. Das dauert lange und wäre ungewöhnlich, denn im Mittel strömt es aus dem Pazifik in die Arktis“, sagt Klein. Die zweite Möglichkeit wäre eine Route durch den Atlantik gen Süden um Südafrika herum. „Dann wäre aber noch der Indische Ozean zu durchqueren, um bis nach Neuseeland zu gelangen“, so Klein. In beiden Fällen wäre das eine „sehr spektakuläre Reise“ gewesen und in zweieinhalb Jahren kaum zu schaffen.

Von Julia Anders

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