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Im Sprint zum Arbeitsplatz

Neustadt Im Sprint zum Arbeitsplatz

Sie sind gekommen, um zu lernen. Für 17 junge Flüchtlinge hat gestern im Malereibetrieb Temps der deutsche Arbeitsalltag begonnen – in einem "Sprint"-Projekt der Berufsbildenden Schulen (BBS).

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Die Sprint-Klasse der Berufsbildenden Schulen startet ihre praktische Shnupperausbildung bei der Firma Temps in Neustadt.

Quelle: Benjamin Gleue

Neustadt. Befristet für ein Jahr lernen sie ab sofort einen Tag in der Woche im betriebseigenen Schulungs- und Ausbildungszentrum das Berufsfeld des Malers kennen. Die anderen Wochentage drücken sie die Schulbank in den BBS.

Einer der Neuankömmlinge ist Abdulla Hashash. Die Arbeit mit Pinsel und Farbe kennt der junge Mann bereits aus seiner Heimat. "Mein Bruder hat in Syrien als Maler gearbeitet und ich habe ihm manchmal geholfen", erzählt er.

Die Anforderungen des deutschen Arbeitsmarktes sind mit denen in seinem Heimatland aber kaum zu vergleichen, wie Hashash selbst sagt. "Die meisten Werkzeuge sind neu für mich. Und wir hatten keine Gerüste, bei uns stellt man einfach eine Leiter an die Fassade und gut ist", sagt er.

Wie Hashash geht es auch den anderen 13 Männern und drei Frauen. In Deutschland ist für sie fast alles neu. Sprache lernen, Menschen, Kultur und Arbeitswelt kennenlernen – das müssen und wollen sie nach eigener Aussage schnellstmöglich. Und genau das können sie ab sofort in dem Malereibetrieb, der als erstes Neustädter Unternehmen am Projekt teilnimmt.

Temps-Mitarbeiter Ali Saade, der während der praktischen Schulung auch als Dolmetscher fungiert, freut sich schon auf die Zusammenarbeit. "Alle sind sehr wissbegierig und wollen am liebsten sofort loslegen", sagt er.

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Abdulla Hashash (vorn) probiert unter Anleitung von Ben-Simon Gutzeit (Mitte) das Niederdruckspritzgerät aus. Khalil Khalil schaut zu.

Quelle: Benjamin Gleue

Von Benjamin Gleue

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