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Zwei Projekte suchen Ehrenamtliche

Neustadt Zwei Projekte suchen Ehrenamtliche

Wiebke Nolte und Janet Breier haben einiges an Gemeinsamkeiten. Sie sind Projektkoordinatoren und beide für kirchliche Organisatoren tätig - nun suchen sie gemeinsam nach neuen ehrenamtlichen Mitarbeitern.

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Die Ehrenamtlichen Nicole Fürstner und Gudrun Riediger mit den Koordinatorinnen Wiebke Nolte von der Flüchtlingshilfe Refugium und Janet Breier von den Familienunterstützenden Projekten der Diakonie suchen weitere Mitstreiter.

Quelle: Susanne Döpke

Neustadt. Nolte sucht Mitstreiter für die Flüchtlingshilfe Refugium des Kirchenkreises. Janet Breier von der Diakonie würde sich über weitere Helfer für ihre familienunterstützenden Projekte, ebenfalls im gesamten Kirchenkreis freuen.

Die Aufgaben sind äußerst vielfältig - es gehtunter anderem darum, Familien mit jüngeren Kindern zu helfen. "Wenn zum Beispiel eine Drillingsmutter einen Termin beim Kinderarzt hat, dann ist das richtig Arbeit, da ist jede zusätzliche Hand willkommen", sagt Breier. Meist begleitet eine Ehrenamtliche wie zum Beispiel die Neustädterin Gudrun Rieger, eine Familie über einen längeren Zeitraum, hilft bei der Kinderbetreuung oder unterstützt im Alltag. "Ich war zwei Mal in der Woche bei einer Familie mit zwei Kindern, eins davon ein Baby", sagt sie. Der Mann sei beruflich viel unterwegs gewesen, die Frau habe sich über die Unterstützung gefreut.

Derzeit stehen drei Familien auf der Warteliste, allerdings suchen diese Unterstützung am Vormittag, während die Ehrenamtlichen, die gerade in Breiers Portfolio stehen, nur nachmittags Zeit haben. "Außerdem ist ganz wichtig, dass die Chemie stimmt", sagt die Koordinatorin. Bei dieser Art Begleitung hat es sichbewährt, hauptsächlich Frauen einzusetzen, die mit relativ intimen Themen wie Geburt und Kindern gut vertraut seien. Außerdem freuen sich ebenfalls die Ehrenamtlichen der Mama-Cafés Neustadt und Wunstorf sowie Eltern-und-Mind-Gruppen über Mitstreiter.

Bei Refugium-Koordinatorin Nolte geht es um Alltgasbegleitung, dabei stehen gerade Männer hoch im Kurs. Einige Alleinreisende kämen schon sehr gut alleine klar, hätten aber gern einen Ansprechpartner für Rückfragen, manchmal sei eine männliche Perspektive gefragt. Das gilt laut Nolte auch für Familien die ohne Vater nach Deutschland gekommen sind. Außerdem könnte Nolte noch Mitstreiter für die Deutschkurse oder die Hausaufgabenhilfe in beiden Städten gebrauchen.   

Die Brücke zwischen Flüchtlings- und Familienhilfe bildet das Familien-Café Vielfalt, das immer montags von 15 bis 16.30 Uhr eine Zusammenkunft für Flüchtlinge und ihre Familen mit einheimischen Familien anbietet. In Wunstorf öffnet das Café International freitags von 10 bis 12 Uhr die Türen.  Dort  firmiert die Flüchtlingshilfe des Kirchenkreises unter dem Namen Arbeitskreis Asyl und Integration. Die langjährige Koordinatorin Gerlinde Freyberg arbeitet mit Nolte zusammen.

Flüchtlingszahlen bleiben stabil

Die Anzahl von Flüchtlingen, die derzeit in Neustadt untergebracht sind, ist seit Ende 2015 relativ stabil. Die Anzahl schwankt zwischen etwa 570 und 600 Personen - derzeit leben 600 Menschen in den Unterkünften und von der Stadt angemieteten Wohnungen.

Über die Region Hannover wird die Anzahl der Geflüchteten, die einer Kommune zugewiesen werden, nach einem an der Einwohnerzahl orientierten Verteilschlüssel zugewiesen. Regionsweit sollen bis Ende 2017 noch 2782 Personen untergebracht werden. Auf Neustadt entfallen dabei 240, Wunstorf 222, Seelze 220 und auf Garbsen 221 Menschen. Wie viele  wirklich kommen, ist nach Angaben von Stadtsprecher Benjamin Gleue nicht vorherzusagen und hängt davon ab, wie viele Geflüchtete nach Deutschland kommen.

Außerdem fallen auch Menschen aus dieser Unterbringungsstatistik heraus, weil sie entweder in ihre Heimatländer zurückkehren oder nachdem sie ein Bleiberecht erhalten, eine eigene Wohnung bezogen haben. Derzeit sind etwa 20 Prozent der Bewohner der Unterkünfte bereits anerkannt und auf Wohnungssuche.

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