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Stadt baut neue Unterkunft für Flüchtlinge

Neustadt Stadt baut neue Unterkunft für Flüchtlinge

Die Stadt schafft neuen Wohnraum für Flüchtlinge. Die Verwaltung rechnet mit bis zu 700 Neuankömmlingen dieses Jahr und rüstet sich dafür mit der Errichtung einer neuen Unterkunft an der Bunsenstraße. Gestern ist dafür symbolisch der erste Spatenstich gesetzt worden.

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Uwe Sternbeck, Klaus-Peter Sommer und Jörg Homeier setzen den  symbolischen ersten Spatenstich für die neue Unterkunft an der Bunsenstraße.

Quelle: Benjamin Gleue

Neustadt. Auf dem 5000 Quadratmeter großen Areal gegenüber der Leine-Schule baut die Stadt auf eigenem Grund eine Unterkunft in Modulbauweise, in der voraussichtlich Ende September 150 Menschen einziehen können. Insgesamt entstehen auf dem Grundstück drei Gebäude mit je drei Stockwerken. Das Projekt kostet 6 Millionen Euro.

Ortsbürgermeister Klaus-Peter Sommer unterstrich gestern die Notwendigkeit des neuen Wohnraums. "Bei uns leben leider immer noch Menschen in Turnhallen, das darf keine Dauerlösung sein", sagte er. Der SPD-Politiker ist froh, dass die Verwaltung in diesem Fall "nicht im Klein-Klein handelt". Der Clou: Durch die Modulbauweise sind die Räumlichkeiten je nach Bedarf erweiter- oder anpassbar.

Unter anderem wird es in dem Gebäudekomplex neben Einzelzimmern auch 21 Drei-Zimmer- und 18 Fünf-Zimmer-Wohnungen geben. Alle Wohnungen sind mit eigener Küche und Badezimmer ausgestattet. "Wir wollen den Menschen das Wohnen in der Gemeinschaft ermöglichen, sie sollen sich wohlfühlen. Die Wohnungen haben nicht den Charakter einer Notunterkunft", sagte Bürgermeister Uwe Sternbeck.

Noch einen Vorteil hat die neue Unterkunft, die später als sozialer Wohnraum weitergenutzt werden soll: Im Notfall könnten die Zimmer doppelt belegt werden und so 300 Menschen ein Dach über dem Kopf bieten.

70 Plätze sind Ende April bezugsfertig
Sie fliehen vor Krieg, Not und Zerstörung: 612 Flüchtlinge sind aktuell im Neustädter Land untergebracht. Wie viele in diesem Jahr hinzukommen, kann niemand vorhersagen – bis Ende April rechnet die Stadt mit bis zu 200 Neuankömmlingen.
Bisher konnten die meisten Flüchtlinge in gekauften oder angemieteten Wohnungen untergebracht werden, andere leben in Sammelunterkünften wie der ehemaligen Schule am Goetheplatz, der Turnhalle an der Kornstraße und der ehemaligen Grundschule in Mardorf. 70 weitere Plätze entstehen derzeit im ehemaligen Hotel Scheve, das die Stadt gekauft hat. Laut Thomas Völkel, Fachbereichsleiter Immobilien in der Stadtverwaltung, ist das ehemalige Hotel voraussichtlich Ende April bezugsfertig.
Am Donnerstag, 21. April, will die Verwaltung in der Mensa der Leine-Schule über die Planungen zur Flüchtlingsunterbringung informieren, auch über das Projekt an der Bunsenstraße. Beginn ist um 18 Uhr. 

Von Benjamin Gleue

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