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Fund und Finder wieder vereint

Neustadt Fund und Finder wieder vereint

Ein aufregender Tag für den Schneerener Helmut Gerholz: Am Donnerstag sah er zum ersten Mal nach 46 Jahren eine tönerne Urne aus der Eisenzeit wieder, die er als Junge in der Nähe seines Dorfs gefunden hatte.

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Hans-Erich Hergt (von links), Helmut Gerholz und Claudia Condry begutachten die Urne. Darin sind Brandreste der Bestatteten erhalten geblieben.

Quelle: Kathrin Götze

Neustadt. Es ist ein mächtiges, bauchiges Gefäß, rund 50 Zentimeter hoch, 40 Zentimeter breit und mit Linien verziert. Ein Relikt aus der vorrömischen Eisenzeit, rund 2200 Jahre alt und nahezu unversehrt. Als Hans-Erich Hergt vom Museumsverein den Fundus für die aktuelle Ausstellung „800 Jahre Stadtgeschichte - 8000 Jahre Siedlungsgeschichte“ sichtete, stieß er auf das Trumm.

„Auf dem Fundschein war vermerkt, dass es ein Schneerener Junge gefunden hatte“, sagt Hergt. Da packte ihn die Neugier, er machte Gerholz ausfindig. Und er beschloss, das Gefäß als Ausstellungsstück zum Dorfjubiläum nach Schneeren zu geben. In der Historikerin Claudia Condry, die kürzlich die Schneerener Mühle restauriert hat und dort auch wohnt, fand Hergt die passende Partnerin für die Aktion. „Wir werden die Urne am Sonntag des Jubiläumsfests, am 12. Juli, in der Mühle ausstellen, außerdem Berichte über weitere Funde bei Schneeren“, sagt Condry.

Ab 13 Uhr kann das historische Stück dort betrachtet werden - das Dorfgemeinschaftshaus hat eigens eine passende Vitrine gestiftet. Auch Finder Gerholz will ab 15 Uhr dabei sein und Interessierten Rede und Antwort stehen. Ganz habe er das Erlebnis nie vergessen, sagt Gerholz. „Ich hatte vor einiger Zeit mal im Landesmuseum nachgefragt, ob die Urne vielleicht dort eingelagert ist. Doch da wusste niemand etwas davon.“

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