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Futter für 150 Rinder verbrennt

Mandelsloh Futter für 150 Rinder verbrennt

Seit Freitagabend waren die Feuerwehrleute im Dauereinsatz: Die Futtervorräte für 150 Rinder von Landwirt Hans-Jürgen Fricke hatten auf einer Wiese Feuer gefangen.

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Die Feuerwehr löscht Glutnester in dem Heu- und Strohlager in Mandelsloh, Landwirt Hans-Jürgen Fricke hilft mit Traktor und Güllefass beim Löschen.

Quelle: Susanne Doepke

Neustadt. Immer wieder schlugen auch am Sonntag noch Flammen aus dem dicht gepressten Heu und Stroh.

Freitag, gegen 23 Uhr, heulten die Sirenen im Dorf. „Ich habe doch nicht gedacht, dass es bei uns brennt“, sagte Fricke am Sonntag. Doch dann klingelte es an der Haustür - ein Nachbar sagte: „Dein Futterlager brennt.“ Die rund 160 Großballen aus Heu und Stroh lagerten auf einer Wiese am Dorfrand. Ein Anwohner hatte Feuerschein gesehen und die Feuerwehr alarmiert.

Als die erste Löschgruppe eintraf, stand der gesamte Futterbestand in Flammen. Fricke war bereits vor Ort und versuchte mit einem Radlader, die gestapelten Ballen auseinanderzuziehen - zu retten war nichts mehr. Was nicht verbrannt ist, wurde von Löschwasser durchnässt und damit zerstört.

Sonntag loderten immer noch Glutnester auf, Brandbekämpfer und Landwirt versuchten, ihrer endgültig Herr zu werden. „Der Wetterbericht sagt, dass es windig werden wird. Also haben wir uns entschlossen nachzulöschen, damit es keinen Funkenflug gibt“, sagte Ortsbrandmeister Sven Hellfeuer.

So lang der Einsatz war, so schwierig gestaltete er sich: Feuerwehrleute mussten sich mit Schläuchen den Weg über die nasse Wiese bahnen. Fricke unterstützte sie mit Wasser aus dem Güllefass. Ein Nachbar half mit einem Radlader, Ballen auseinanderzureißen.

Die Ursache des Feuers ist ungeklärt, Brandstiftung wird zumindest nicht ausgeschlossen. Die Polizei hofft auf Hinweise unter Telefon (0511) 1095555.

Futtersuche läuft schon an

Das ist ein herber Schlag für Landwirt Hans-Jürgen Fricke. Das Raufutter, das seine 150 Bullen den Winter über fressen sollten, ist vernichtet. „Wir haben noch Silage, die hilft uns erst mal“, sagt er. Trotzdem muss das Futter wiederbeschafft werden. Dabei hat sich der Landwirt bereits sozialer Netzwerke bedient. „Ich habe auf Facebook gefragt, wer mir Heu und Stroh verkaufen kann, und ein Kollege aus Rodewald hat sich gemeldet“, sagt er erfreut. Nun müsse er abwarten, was seine Versicherung sage. Die Polizei schätzt den Schaden auf 8000 Euro. Nicht nur das Futter ist futsch, auch die Wiese ist bei den Löscharbeiten „auf links gedreht worden“, wie Fricke sagt.

von Susanne Döpke

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