Volltextsuche über das Angebot:

23 ° / 7 ° heiter

Navigation:
Gedenkfeier an neuer Stätte

Neustadt Gedenkfeier an neuer Stätte

Mit Fahnenzeremoniell und Nationalhymnen haben am Sonntag deutsche und britische Gäste der britischen Soldaten gedacht, die bei der Sprengung der Leine-Brücke am 7. April 1945 getötet wurden. Der Gedenkstein liegt nun am Leineufer, nahe den Mahnmalen zum Ersten und Zweiten Weltkrieg

Voriger Artikel
Helstorfs Glöckner sind wieder arbeitslos
Nächster Artikel
Filmclub und Kunstverein kooperieren

Gedenkfeier am umgesetzten Ehrenmal für britische Soldaten am Leineufer, Suttorfer Straße.

Quelle: Kathrin Götze

Neustadt. Bis zum vergangenen Jahr lag der Gedenkstein mit dem symbolträchtigen Rosenbeet auf der Grüninsel zwischen Mecklenhorster und Hannoverscher Straße: Dort waren die 24 Fallschirmjäger zunächst bestattet gewesen. In den Nachkriegsjahren kamen immer wieder britische Besuchergruppen nach Neustadt, um ihrer zu gedenken. Inzwischen sind die Leichname umgebettet, viele nach Großbritannien, einige auch zu den Gedenkstätten in Hannover-Ahlem und Soltau. 2009 setzte die Reservistenkameradschaft einen Gedenkstein zu dem Rosenbeet.

Dass dieser nun verlegt wurde, hat einen eher prosaischen Grund: Die Straßenkreuzung soll umgebaut werden. Der neue Platz neben dem Denkmal zum Ersten Weltkrieg ist aber auch deutlich friedlicher, im Gegensatz zur verkehrsumtosten Grüninsel.

So klang das Trompetenspiel besonders feierlich, das Feldwebel Stefan Knaebel vom Militärmusikdienst der Bundeswehr beisteuerte. auich zahlreiche Angehörige der british Legion aus Hannover waren zur Feier gekommen, legten einen Kranz mit roten Mohnblüten am Gedenkstein nieder und lieferten das Zeremoniell mit Flaggen, die jeweils gehoben und im verlauf der Musikstücke wieder gesenkt wurden.

Angesichts der Weltlage sei es aktuell wieder besonders wichtig, an sinnlose Opfer und Gräuel des Krieges zu erinnern, um den Friedenswillen aufrecht zu erhalten. Darüber waren sich alle Redner der Feier einig. Dirk Kemmerich von der Reservistenkameradschaft Neustadt wies auf die "schrecklichen, schauderhaften Nachrichten" hin, die nach Giftgasangriff und US-amerikanischem Vergeltungsschlag nun um die Welt gingen. "Ganz schnell kann wieder ein Krieg entstehen", sagte er. "Auch deshalb brauchen wir die Gedenkstätten, die uns helfen, zu erinnern, zu gedenken und zu warnen."

doc6ufe1kt3d7mo8ep26r5

Fotostrecke Neustadt: Gedenkfeier an neuer Stätte

Zur Bildergalerie

Von Kathrin Götze

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Mehr aus Nachrichten
doc6wca8b4cyfskr7o8esz
Multi-Kulti vom Feinsten

Fotostrecke Neustadt: Multi-Kulti vom Feinsten