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Schon wieder: VHS sucht Leiter

Neustadt Schon wieder: VHS sucht Leiter

Zum vierten Mal in vier Jahren sucht die Verbandsversammlung der Volkshochschule Hannover-Land nach einer neuen Geschäftsführung. Martin Kurth hat völlig überraschend sein Ausscheiden zum 31. Juli erklärt.

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Martin Kurth (links) und Programmgestalter Frank Schimmels vor der VHS-Zentrale in Neustadts Leinepark.

Quelle: von werder

Neustadt. Kurth, seit Frühjahr 2014 Geschäftsführer der Schule, wechselt zum 1. August in  vergleichbare Position zur VHS Hilden-Haan. Die beiden Städte im Landkreis Mettmann (südlich Düsseldorf) betreiben gemeinsam eine Volkshochschule. Kurth trifft "auf vergleichbare Strukturen" wie in Hanover-Land, ist aber - das habe den Ausschlag für seine Entwscheidung gegeben - nah der alten Heimat Düsseldorf. "Es waren ganz persönliche Gründe", so Kurth gestern auf Anfrage. "Ich wäre gerne in Neustadt geblieben; hätte vor allem gerne den Umzug mitgestaltet."

Die VHS-Hannover-Land erstreckt sich über fünf Kommunen - Neustadt, Wunstorf, Garbsen, Burgwedel und Wedemark - Sitz ist in alter Tradition Neustadt, die frühere Kreisstadt. Und innerhalb Neustadts soll auch schon recht zeitnah ein neuer Hauptstandort gefunden werden. Das frühere städtische Freizeitzentrum an der Suttorfer Straße gilt weder von der Raumaufteilung noch vom energetischen Standard als zukunftsträchtig. "Bis 2020 soll der  Umzug in neue Gebäude eigentlich abgeschlossen sein", sagt Kurth. Dabei gehe er davon aus, dass Neustadt weiter erste Wahl in Sachen Sitz der VHS bleiben wird.

Jetzt sind die Gremien der VHS am Zug, einen neuen Geschäftsführer zu finden. "Wir bedauern die Entscheidung sehr," erklärte Neustadts Bürgermeister Uwe Sternbeck gestern. Sternbeck ist Vorsitzender des Verbandssausschusses. "Herr Kurth hat seine Arbeit mit großem Engagement ausgeführt. Er hat neue Ideen eingebracht und hat die VHS Hannover Land strukturell weiterentwickelt."  Die Vertreter der Mitgliedsgemeinden hätten erste Schritte besprochen um eine Ausschreibung vorzubereiten. "Unser Ziel ist es, die Stelle möglichst zeitnah neu besetzen zu können und somit eine kurze Übergangszeit zu haben".

Ob das gelingt, wird sich zeigen. Nach dem Tod Friedrich Noacks 2012 waren drei Ausschreibungen notwendig, die Stelle neu zu besetzen. Zwei Kandidatinnen - von den Gremien schon gewählt - traten in direkter Folge ihr Amt nicht an; ehe Kurth im Frühjahr 2013 übernahm. Ihm gelang es anschließend, die Strukturen der Schule zu erhalten. Die Wedemark hatte bereits den Ausstieg aus dem Zweckverband VHS beschlossen und erklärt. Letztlich blieb die Kommune dann doch im Verbund.

Sternbeck jedenfalls gibt sich optimistisch: "Die Volkshochschule Hannover Land ist eine interessante Einrichtung. Sie verfügt über großes Potenzial und ein spannendes Arbeitsumfeld, in dem man sehr viel gestalten kann. Wir sind optimistisch, gute und engagierte Bewerber zu finden und die Stelle dann auch zeitnah besetzten zu können. Die beteiligten Kommunen arbeiteten an einer "zukunftsfähigen Fähigung" auch beim Thema Unterbringung der Einrichtung.

Infokasten:

 Die Volkshochschule Hannover-Land verfügt über einen festen Mitarbeiterstamm von etwa 70 Pädagogen und Verwaltungsleuten, dazu kommen rund 600 Honorarkräfte. Pro Jahr werden zwei Programmhefte mit Angeboten in allen fünf Mitgliedsgemeinden (Neustadt, Wunstorf, Garbsen, Wedemark, Burgwedel) aufgelegt, rund 7000 Erwachsene nutzen jährlich diese Angebote.

Von Dirk von Werder

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