Volltextsuche über das Angebot:

17 ° / 12 ° Regenschauer

Navigation:
Die Großfamilie am Rande der Stadt

Neustadt Die Großfamilie am Rande der Stadt

Wenn zu Hause nichts mehr geht, kann die Wohngruppe der Jugendhilfe an der Wunstorfer Straße eine gute Alternative für Kinder und Jugendliche sein. Beim Tag der offenen Tür der Einrichtung konnten sich Angehörige der Bewohner, Nachbarn oder Lehrer davon überzeugen.

Voriger Artikel
Aufwind für Freiwind: Schon 2018 Schulstart in Mardorf?
Nächster Artikel
Es brummt im Naturparkhaus

Gutes Zusammenspiel: Jugendliche mit Betreuern an der Wohnanlage Wunstorfer Straße.

Quelle: von Werder

Neustadt. Detlev Beaury ist ein Mann klarer Regeln. Er ist Geschäftsführer des Vereins Die Gruppe/Jugendhilfe und insofern eine Art Familienoberhaupt der stationären Wohngruppe fganz im Süden der Kernstadt. Die wichtigste der klaren Regeln: wer sich an sie hält, wird belohnt; steigt im wahrsten Sinne des Wortes auf.

Die zehn Kinder und Jugendlichen, die in der Regel in einem der beiden Häuser leben, sind zwischen zwölf und 18 Jahren alt - "und das Leben zu Hause hat nicht mehr funktioniert", sagt Beaury; aus den unterschiedlichsten Gründen. Das Verhältnis zu Eltern, zu Mutter oder Vater, war oder ist zerstört; die Kinder selbst oder Betreuer suchten nach Abhilfe. Dann wird, unter Federführung der Region, in vielen Fällen Beaurys Gruppe eingeschaltet. "Man lernt sich kennen, tauscht sich aus und wenn es passt, zieht das Kind bei uns ein", erklärt der Geschäftsführer. Und damit beginnen auch die Aufstiegsmöglichkeiten, immer gemessen an der Entwicklung der jungen Bewohner, ihrem Pflichtbewusstsein, ihrer sozialen Einbindung in die Gemeinschaft. Kleine, aber lichtfreundliche und vernünftig ausgestattete Einzelzimmer im Untergeschoss des Haupthauses dienen als erste Unterkunft; es locken aber schönere, größere Räume eine Etage höher, oder - noch besser - kleine Einzimmerwohnungen mi Küche im Nachbarhaus. Wer dort wohnt, erhält eigenes Geld zum Lebensunterhalt, muss sich selbst versorgen, genießt aber auch andere Freiheiten als die übrigen Bewohner.

Die Kinder und Jugendlichen werden so gezielt auf ein eigenständiges Leben vorbereitet, sagt der Geschäftsführer, sie sollen sich Stück für Stück verselbständigen. Bis irgendwann der Umzug in eine eigene Wohnung möglich erscheint und gemeinsam mit den Betreuern angegangen wird. Oder aber - der Draht zu Vater und/oder Mutter entwickelt sich positiv, eine Rückkehr ins Elternhaus ist von beiden Seiten gewünscht.

doc6wq4xo60holf2un9ggv

Fotostrecke Neustadt: Die Großfamilie am Rande der Stadt

Zur Bildergalerie
Voriger Artikel
Nächster Artikel
Mehr aus Nachrichten
Von Redakteur Dirk von Werder

doc6x6l03opf45lxm8idjp
Bauarbeiter legen alten Abwasserkanal frei

Fotostrecke Neustadt: Bauarbeiter legen alten Abwasserkanal frei