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Haftstrafe für Kreditbetrüger

Neustadt Haftstrafe für Kreditbetrüger

Er soll als Kreditvermittler einen Immobilienbesitzer um 335.000 Euro geprellt haben. Dafür hat das Schöffengericht am Amtsgericht Neustadt jetzt einen 48-Jährigen zu zwei Jahren und drei Monaten Haft verurteilt.

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Der Angeklagte wird vor dem Schöffengericht in Neustadt zu einer Haftstrafe verurteilt.

Quelle: dpa (Symbolbild)

Neustadt. Der Kunde, ein 67-jähriger Unternehmer aus Süddeutschland, hatte einen 12-Millionen-Euro-Kredit aufnehmen wollen, um ein marodes Altenheim zu sanieren. Der Makler verlangte vorab 335.000 Euro Gebühr. Er versprach, der Kunde werde 410.000 Euro zurückerhalten, sollte das Geschäft nicht zustande kommen. Der Vermittler habe auf ihn seriös gewirkt, habe in seiner Gegenwart mit einem Schweizer Banker telefoniert, außerdem einen Bauernhof sowie eine Kautschukplantage in Afrika als Sicherheit benannt, sagte der 67-Jährige.

Der Senior hat weder einen Kredit bekommen noch die versprochene Rückzahlung gesehen. Vor Gericht beteuerte der Angeklagte, er habe zahlen wollen, warte aber seinerseits noch auf 3,5 Millionen Euro, die ein enger Geschäftspartner ihm noch schuldig sei. Diese wollte er nun auf zivilrechtlichem Wege einklagen. Doch dem Altenheimbesitzer riss der Geduldsfaden. Nachdem acht Monate lang nichts geschah, erstattete er Anzeige bei der Polizei.

Der Vorsitzende Richter Hartmut Pinkenburg befand, der Angeklagte habe billigend in Kauf genommen, dass der Kunde sein Geld nicht wiedersehen würde. Der Geschäftsmann, der eine Firma in Neustadt und eine in Garbsen betrieb, hat 29 Vorstrafen - davon allein acht wegen Betrugs.

Von Edeltraud Helms

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