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Handwerkerschaft lädt AfD nicht ein

Neustadt Handwerkerschaft lädt AfD nicht ein

Mandatssträger der Alternative für Deutschland bleiben beim Martinsgansessen der Kreishandwerkerschaft Neustadt/Burgdorf außen vor.

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Dietmar Friedhoff, seit einem Jahr Ratsmitglied in Neustadt, und neuerdings auch Bundestagsabgeordneter. Das Bild zeigt ihn bvei einem Wahlkampfauftritt in Neustadt, bei dem am Ende die Polizei zwischen Kritikern und Funktionären schlichten musste. .

Neustadt.  Mandtasträger der Alternative für Deutschland (AfD) fühlen sich von der Kreishandwerkerschaft Neustadt/Burgdorf ausgegrenzt –sie sind nicht zu einer Traditionsveranstaltung der Handwerker eingeladen –dem Martinsgansessen im Schloss Landestrost. Die Handwerkerschaft begründet das in erster Linie mit Verfahrenswegen.

Der festliche Abend im Schloss ist ursprünglich eine Geschichte der Kreishandwerkerschaft Neustadt, die erst vor wenigen Jahren mit  den Kollegen aus Burgdorf fusioniert hat. Zu Gänsebraten, erlesenen Weinen, aber auch zum Erfahrungsaustausch untereinander werden Jahr für Jahr Vertreter der Politik, der Kommunen, von Polizei, Kirchen, Schulen und anderer gesellschaflicher Gruppen eingeladen. Einladungen an Parteipolitiker gehen in erster Linie an Abgeordnete in Bundes- oder Landtag und die Fraktionsvorsitzenden in der Regionsversammlung und den Stadträten. Entsprechend dieser Aufteilung hätten aktuell gleich mehrere AfD-Politiker eine Einladung erwarten können –angefangen vom Neustädter Bundestagsabgeordneten Dietmar Friedhoff bis zu den Fraktionsvorsitzenden auf kommunaler Ebene, wie Raimar Riedemann, Sprecher der AfD in Neustadts Rat. 

Friedhoff und Riedemann sind auch die beiden AfD-Männer, die jetzt mit der Nicht-Einladung hadern. Friedhoff gab am Freitag eine Presseerklärung heraus, in der er sein Unverständnis darüber zum Ausdruck bringt, dass die Handwerkerschaft, insbesondere deren Vorsitzender Thomas Hinze, der „regelmäßig die Überregulierung des Handwerks kritisiere, aber jetzt ausgerechnet die AfD ausgrenze, und damit die Partei, die dem Bürokratismus den Kampf angesagt habe. Er sei „enttäuscht, dass sich die Kreishandwerkerschaft parteipolitisch derart instrumentlisieren lässt.“ Ratsherr Riedemann ergänztte am Freitag persönlich: „Ich kenne viele Handwerker, die die AfD gewählt haben.“ Es sei unverständlich, dass gewählte Vertreter dieser Partei nicht geladen seien.

Für die Handwerkerschaft erklärte deren Geschäftsführer Klaus Michalke die Nicht-Berücksichtigung der AfD-Vertreter. „Der Vorstand hat die Veranstaltung im Mai vorbereitet. Als Basis für die Gästelisten diente dabei die Liste des Vorjahres.“ Darauf habe es noch keinen AfD-Vertreter gegeben. Michalke sagt aber auch, dass nicht generell jede Partei beziehungsweise ihre Vertreter eingeladen würden. So sei Die Linke noch nie eingeladen worden, obwohl sie seit vielen Jahrn in Stadträten und Parlamenten vertreten sei. Und: Auch die Grünen hätten sich gedulden müssen, seien in ihren ersten Jahren nie zum Martinsgansessen eingeladen worden. „Das änderte sich erst, als erkennbar wurde, wie sich die Partei entwickelte“, sagt Michalke. Mit einer politischen Partei in Fundamentalopposition habe das Handwerk Probleme. 

Von Dirk von Werder

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