Volltextsuche über das Angebot:

2 ° / -6 ° wolkig

Navigation:
Gathmann genießt Kultur künftig privat

Neustadt Gathmann genießt Kultur künftig privat

Seit ihrer Gründung 1998 begleitet er die Stiftung Kulturregion, ist für viele Neustädter ihr Gesicht vor Ort. Nun geht der stellvertretende Geschäftsführer Henry Gathmann (64) in den Ruhestand.

Voriger Artikel
Poggenhagen feiert zehn Jahre Jugendhaus
Nächster Artikel
Entscheidung um Schulstandort vertagt

Henry Gathmann (links) verabschiedet sich von Kollegin Anja Römisch und Uwe Kalwar vom Team Kultur der Region.

Quelle: Kathrin Götze

Neustadt. Für ihn sei es eine reizvolle Aufgabe gewesen, das Schloss im Dienste der Stiftung aus dem Dornröschenschlaf zu wecken, sagt Gathmann, dem bei aller Sachlichkeit immer mal wieder der Schalk aus den Augen blitzt. Ursprünglich habe die Sparkasse, für die Gathmann arbeitete, lediglich eine Stiftung für die eigene Kulturförderung im Auge gehabt. „Es wurde aber schnell klar, dass die geplanten 5 Millionen Euro nicht reichen würden.“

Im damaligen Landkreis Hannover, inzwischen abgelöst von der Region, fand das Geldinstitut einen Partner, der als Mitgift das Schloss Landestrost einbrachte - eine Immobilie als Kapital und als Aufgabe. Denn zusätzlich zur Kultur muss auch der Erhalt des alten Gemäuers aus Zinsen und Mieteinnahmen finanziert werden. Jede Menge Arbeit. Gathmann, der damit gerechnet hatte, die Stiftung nach kurzer Zeit an die hauptamtliche Kollegin Anja Römisch weiterzugeben, blieb an Bord, widmete sich der Aufgabe neben der hauptberuflichen Tätigkeit bei der Sparkasse und darüber hinaus.

Der Umbau von Amtsgarten und Leutnantswiese zu einem Landschaftspark, die Sanierung des Nordflügels und aktuell noch der Festungsmauer haben die Geschäftsführung beschäftigt. Besonders um die Arbeiten im Park gab es Streit. „Wir haben letztlich mehr Bäume gepflanzt als wir gefällt haben“, sagt Gathmann.

Auch im Ruhestand will er dem Schloss nicht den Rücken kehren. Wie zuvor werde er regelmäßig die Kulturveranstaltungen besuchen, sonst aber zunächst eine „freizeitorientierte Schonhaltung“ einnehmen, wie er lächelnd sagt.

Die Verbundenheit des gebürtigen Rodewalders mit dem Gemäuer stammt noch aus Schulzeiten: „Wir haben da mehrfach den Amtsgarten besichtigt“, sagt er, und die Augen blitzen wieder, „über die Mauer.

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Mehr aus Nachrichten
doc6sk7393s99fjtcwhhda
Horror-Clip soll Autofahrer aufrütteln

Fotostrecke Neustadt: Horror-Clip soll Autofahrer aufrütteln