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Hoher Pegelstand sorgt für Unmut

Neustadt Hoher Pegelstand sorgt für Unmut

Land unter in der Kernstadt: Anwohner der Kleinen Leine schauen besorgt auf den steigenden Pegelstand des Flussarmes, der Dienstag erneut den Fußweg unter der Brücke in Richtung Neustädter Löwen überflutet hat. Wiesen unterhalb des Schlosses werden voraussichtlich in Kürze ebenfalls wieder unter Wasser stehen.

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Kein Durchkommen: Der Fußweg unter der kleinen Leine-Brücke ist überflutet, obwohl die Schleuse der Ecksteinmühle (kleines Bild) zum Teil geöffnet ist.Gleue (2)

Quelle: Benjamin Gleue

Neustadt. Schon seit Jahren beklagen Anwohner, dass der hohe Pegelstand der Kleinen Leine vor allem mit dem Staurecht der Ecksteinmühle zusammenhängt. Aktuell ist der Wasserstand des Nebenarmes wieder deutlich höher als der des Hauptflusses.

„Es handelt sich um künstliches Hochwasser“, sagt Claudia Völkers. Die Bewohnerin des Silbernkamps engagiert sich in einer Bürgerinitiative und beobachtet aufmerksam den Pegel der Kleinen Leine. „Ich verstehe nicht, warum die Schleuse teils komplett geschlossen wird. Der Fluss muss fließen, dann würden einige Probleme gelöst sein“, sagt sie.

Der Mühlenbetreiber darf die Kleine Leine bis auf 36,1 Meter über Normalnull anstauen. Steigt der Pegelstand über dieses Maß, so „ist entweder die Freiflut oder die ehemalige Sandschleuse vor der Mühle zu öffnen“, heißt es in einem Bescheid der Bezirksregierung aus dem Jahr 1999.

Die Stadt beobachtet die Situation genau. „Wir kennen die Sorgen und haben ein Eigeninteresse, die Pegelstände zu kontrollieren“, sagt Stadtsprecher Uwe Kreuzer. Mit dem Mühlenbetreiber gab es bisher keine Probleme. „Der weiß genau, wann er öffnen muss.“

Naturschutz hemmt Deichbau

Seit vielen Jahren ist ein neuer Hochwasserschutz im Süden der Kernstadt geplant, der Hochwasser der Leine bändigen soll. Die Anwohner des Silbernkamps müssen sich noch gedulden. Da das Areal zwischen den Grundstücksgrenzen und der Kleinen Leine unter strengem Natur- und Landschaftsschutz steht, ist eine Planung kompliziert. Immerhin: Die Stadt hat der Region einen Kompromiss vorgeschlagen und prüft derzeit, ob ein Deichbau in 50 Metern Abstand zu den Grundstücken möglich ist. Bis Ende 2016 soll ein Entwurf fertig sein. 

von Benjamin Gleue

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