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Hospizdienst will nach Wunstorf umziehen

Neustadt Hospizdienst will nach Wunstorf umziehen

Der Hospizdienst Dasein des Kirchenkreises Neustadt-Wunstorf wächst stetig: Koordinatorin Sabine Behm hat in Heike Hendel jetzt eine hauptamtliche Kollegin bekommen. Weil auch die Zahl der Sterbebegleiter wächst, braucht der Dienst auch ein neues Büro, das voraussichtlich in Wunstorf liegen wird.

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Besuch beim Hospizdienst Dasein: Pastor Dirk Heuer und die Koordinatorinnen Sabine Behm und Heike Hendel sprechen mit dem CDU-Bundestagsabgeordneten Hendrik Hoppenstedt.

Quelle: Kathrin Götze

Neustadt. Nach aktuellem Stand wird das neue Büro wohl in den Räumen der Corvinusgemeinde, Arnswalder Straße, liegen. Wenn alles gut geht, soll der Umzug bis zum Sommer über die Bühne gehen, sagte Behm am Donnerstag während eines Besuchs des Bundestagsabgeordneten Hendrik Hoppenstedt. In Neustadt sollen aber weiterhin regelmäßig Sprechzeiten angeboten werden.

Der Hospizdienst, der in Trägerschaft des Kirchenkreises arbeitet, organisiert bisölang vom Büro im Liebfrauen-Gemeindehaus aus ehrenamtliche Sterbe- und Trauerbegleitung, macht Trauernden auch darüber hinaus Angebote wie Frühstücke, Kaffeenachmittage  und Vortragstreffen. 38 Ehrenamtliche begleiten Familien in schweren Stunden, werden intensiv dafür geschult und betreut.

Dem Abgeordneten hatten Behm, ihre Kollegin Hendel, Pastor Dirk Heuer und Superintendent Michael Hagen vor allem Positives zu berichten: Seit im Januar 2016 das neue Hospiz- und Palliativgesetz in Kraft getreten sei, klappe die Finanzierung des Dienstes deutlich besser. "Früher hatte ich oft schlaflose Nächte, wenn wir noch nicht genug Spenden eingeworben hatten", sagt Behm. Nach dem neuen Gesetz erstatten neben den gesetzlichen nun auch die privaten Krankenkassen die Sterbebegleitung.

Insgesamt trage die Arbeit der Hospizbewegung Früchte, die Sterben und Tod als Teil des Lebens wieder mehr ins Bewusstsein rücken und die Bedingungen für Sterbende etwa in Krankenhäusern und Altenheimen verbessern will, sagte Behm. "Auch im Neustädter Klinikum gibt es inzwischen Palliativversorgung, und viele Seniorenheime haben das Thema aufgegriffen", sagt sie. "Natürlich kann noch viel verbessert werden, aber wir sind auf dem Weg."

Aktuell arbeite der Dienst daran, ein Auto anzuschaffen. "Wir können das für Dienstfahrten brauchen", sagt Koordinatorin Behm. Es solle aber auch den Ehrenamtlichen zur Verfügung stehen, etwa für Ausflüge mit den Patienten. Daher soll es auch für Rollstuhltransporte geeignet sein. "Mancher möchte vor seinem Tod vielleich nochmal das Meer sehen, oder etwas Ahnliches", sagt Behm.

Von Kathrin Götze

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