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Hundehalter finden Giftköder

Neustadt/Poggenhagen Hundehalter finden Giftköder

Seit gestern bangt ein Poggenhagener Ehepaar um das Leben seines Spaniels: Der Hund hat am Donnerstagmittag möglicherweise Hackfleisch gefressen, das mit hochgiftigen Rizinussamen gespickt war.

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Polizeioberkommissar Uwe Büttner fotografiert die Fundstelle am Schrottplatz-Zaun.

Quelle: Kathrin Götze

Neustadt. Es lag am Rande des Feldwegs, der vom Bahnübergang Moordorfer Straße Richtung Neustadt führt. Die Polizei ermittelt.

Als der Halter seinen Hund an dem Fleisch fressen sah, rief er ihn zurück und inspizierte das Häufchen. Es sei dicht mit schwarzbraunen Samenkörnern bedeckt gewesen, berichtete er. Die Halter brachten den Hund eilends zu Tierarzt Jörn Eitner. Der Veterinär befürchtet, es könne sich um Rizinuskörner handeln - die Samen des sogenannten Wunderbaums, der auch in manchem Garten wächst. Aus den Körnern wird das medizinisch genutzte Rizinusöl gewonnen.

Die Schalen enthalten jedoch das toxische Eiweiß Rizin, ein Gift, das schon in minimaler Dosierung das Blut verklumpen lässt und so binnen zwei Tagen tödlich wirken kann. „Schlimm wäre, wenn der Hund Körner aufgebissen hat“, sagt Eitner besorgt. Sicherheitshalber gab er dem Hund ein Brechmittel. Die Hundehalter alarmierten die Polizei.

Ein Kriminalbeamter überprüfte gestern den Fundort. Fast ein Kilogramm Mett wurde offenbar nahe des Zaun des Autoverwerters Deneke abgelegt. Daneben habe ein ganzes Ei gelegen, sagte ein Nachbar. Das Fleisch war allem Anschein nach noch frisch. Er habe alles sicherheitshalber über den Zaun geworfen, damit nicht noch andere Hunde davon fressen.

Dies sei eine eigentümliche Vorgehensweise für einen Giftanschlag, meint Polizeioberkommissar Uwe Büttner, der den Fundort in Augenschein nahm. Derlei Taten würden eher gezielt verübt. Dass ein Köder einfach an einer von Hundehaltern viel frequentierten Stelle ausgelegt werde, komme selten vor.

Tierarzt und Polizei raten Hundehaltern, ihre Tiere gut zu beobachten und nach weiteren Ködern Ausschau zu halten. Wer etwas zur Tat sagen kann, sollte sich unter (0 50 32) 9 55 91 15 melden.

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