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Abwahl gescheitert: Die Chefin bleibt

Neustadt Abwahl gescheitert: Die Chefin bleibt

Die Abwahl ist gescheitert. Ute Bertram-Kühn bleibt für die letzten Monate der Wahlperiode Ortsbürgermeisterin Helstorfs.

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Moment der Entscheidung: Die CDU (rechts) stimmt vollständig gegen die Abwahl Ute Bertram Kühns als Ortsbürgermeisterin.x

Quelle: emma piel

Helstorf. Erstmals sollte in Neustadt ein Ortsratsvorsteher aus dem Amt gewählt werden. SPD, CDU und Grüne hatten den Antrag auf die Tagesordnung gesetzt, weil Bertram-Kühn (SPD, seit 2011 im Amt) vor Wochen erklärt hatte, bei der Wahl im September für die FDP kandidieren zu wollen.
Obwohl Vertreter aller Gruppen vor der Abstimmung zum Ausdruck brachten, dass sie sich von der Ortsbürgermeisterin getäuscht fühlten, stimmten am Ende nur vier Mitglieder in offener Abstimmung für die Abwahl. Sechs stimmten dagegen, darunter die gesamte CDU-Fraktion. Bertram-Kühn enthielt sich der Stimme.
CDU-Fraktionssprecher Jens Metterhausen sagte auf Anfrage, er habe eine weitere Zuspitzung der Situation vermeiden wollen. Außerdem habe Bertram-Kühn eingesehen, dass sie einen Fehler gemacht habe. Im September werde ein neuer Ortsrat gewählt und der wiederum werde einen neuen Ortsbürgermeister bestimmen.
Der SPD-Fraktionsvorsitzende Hans-Jürgen Kassebeer nahm die Entscheidung gelassen: „Ich bin soweit Demokrat, dass ich ein Abstimmungsergebnis akzeptiere.“ Nach den Ereignissen rund um Bertram-Kühns Ankündigung sei es wichtig gewesen, darüber in der Bürgervertretung abzustimmen.
Die Ortschaft Helstorf dürfte nach der Wahl im September in jedem Fall einen neuen Ortsbürgermeister erhalten. Für die CDU bewirbt sich Jens Metterhausen, für die SPD Andreas Pagel. Bertram-Kühn als einziger Bewerberin der FDP dürfte wenig Aussicht auf eine Mehrheit im Ortsrat haben.

Der Kommentar:

Alles richtig gemacht

von Dirk von Werder

Die Abwahl ist gescheitert und jeder kann damit leben. Ute Bertram-Kühn, vor fünf Jahren von SPD und Grünen gewählt, bleibt im Amt und leitet auch die vermutlich einzige Sitzung, die der Bürgervertretung in alter Zusammensetzung noch bevorsteht. Dennoch hat der Ortsrat deutlich gemacht: so nicht, liebe Vorsitzende. Man wechselt nicht – noch im Amt – die Partei und hofft, dass alle anderen das in Ordnung finden. Schon gar nicht die von ihr „verlassene“ SPD mitsamt grünem Mehrheitspartner. Unterm Strich: Alles richtig gemacht, Ortsrat!

Von emma piel

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