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Dorfladen braucht noch weitere Sponsoren

Neustadt Dorfladen braucht noch weitere Sponsoren

Einen Rückschlag verzeichnet die Initiative Dorfladen Mariensee: Die Mitglieder hatten auf gut 125.000 Euro Fördergeld aus öffentlicher Hand für den Neubau eines Geschäftshauses im Dorf gehofft. Nach aktuellem Stand tut sich aber eine Lücke in der Kalkulation auf.

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Auch auf der Robby im April sammelten die Initiatorinnen fleißig Anteilszeichnungen. Das Ziel ist nun erreicht, doch weitere könnten nötig werden.

Quelle: Kathrin Götze (Archiv)

Mariensee. Auf einem Grundstück an der Höltystraße soll der Dorfladen als Neubau entstehen, Frischetheken und ein Cafébereich gehören zum Konzept. Der Laden soll im Dorf die Versorgung mit Lebensmitteln sichern und einen Anlaufpunkt für Austausch bieten, nicht nur auf Profit ausgerichtet. Dafür haben die Mitglieder der Initiative in den vergangenen zwei Jahren Zusagen über 76.000 Euro von Anteilszeichnern eingesammelt - als Startkapital für die Investition von rund 400.000 Euro.

Weiterer wichtiger Teil der Kalkulation ist öffentliche Förderung - ein möglicher Fallstrick, wie sich jetzt herausstellt. Denn die europäische Förderpraxis basiert darauf, Zuschüsse nur auszuzahlen, wenn auch Partner vor Ort zur Finanzierung beitragen. Um wie gewünscht 100.000 Euro aus den Fördertöpfen der LEADER-Programms zu bekommen, müsste die Initiative 25.000 Euro an so genannten Drittmitteln aufbringen, also von anderen öffentlichen Institutionen. Die Stadt Neustadt habe sich bereit erklärt, die Hälfte beizutragen, berichtet die Initiative. Doch die Region Hannover könne nun wider Erwarten nicht mitziehen: Ihre Statuten erlaubten keine Zuschüsse zu Investitionen, hieß es.

"Die Dorfladeninitiative stellt sich dieser Herausforderung und bemüht sich intensiv um andere Finanzierungsquellen", teilen die Initiatoren nun mit. Hinweise oder gar Sponsoren seien jederzeit willkommen. Man hoffe auch auf weitere Anteilszeichner, um sich von Fremdfinanzierung zunehmend unabhängig zu machen. Mehr Informationen dazu geben Iris Lehnert-Finke, Telefon (05034) 92206 oder Nadja Bolte, (05034) 8295.

Mitte November soll es überdies eine Informationsveranstaltung für Gesellschafter und andere interessierte bürger geben. dann informiert die Initiative über ihre Planung und weitere Schritte, um sie umzusetzen. In der Adventszeit soll überdies wieder das beliebte "Büdchen" öffnen, in dem die Intiatoren Glühwein, Kakao und lokale Produkte anbieten und sich auf Klönschnack mit den Kunden freuen.

Von Kathrin Götze

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