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Demo: Bleiberecht für Familie Luković

Neustadt Demo: Bleiberecht für Familie Luković

Die Initiative "Bleiberecht für Denis, Diko und ihre Familie" ruft zu einer Demonstration auf: Am Sonnabend, 12. März, wollen sich die Unterstützer um 11 Uhr am Bahnhof treffen, um ihrer Forderung Nachdruck zu verleihen.

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Sie machen sich Sorgen um ihre Zukunft (von links): Diko, Damir, Ismet, Sanja und Denis Lukovic.

Quelle: Kathrin Götze

Neustadt. Der Familie droht die Abschiebung. Diko (18) und Denis Luković (16) sind beliebte Schüler der KGS, Diko hätte gute Aussichten, das Abitur zu schaffen - Einwanderer, wie sie sich Deutschland nur wünschen kann, finden die Unterstützer. Auch die Neustädter Jusos werben für die Demonstration.

Doch die Montenegriner haben vor wenigen Tagen Ablehnungsbescheide für ihre Asylanträge bekommen. Ihr Heimatland ist im Herbst zum „sicheren Herkunftsland“ erklärt worden – ein politischer Versuch, in der Flüchtlingskrise die Zahl der Zuwanderer zu senken.

„Dienstag hat die Familie den Bescheid bekommen, am Mittwoch ich“, sagt der 18-jährige Diko. Neben den Eltern gehört noch der sechsjährige Bruder dazu, der den Schulkindergarten der Hans-Böckler-Schule besucht.

Sie sehen dort keine Perspektive, die Mutter wird als Bosnierin in Montenegro diskriminiert. Und Schulabschlüsse kosten dort Geld, das die Jungen nicht haben. „Wir haben gegen den Bescheid geklagt“, sagt Diko.

Solange das Verfahren laufe, sei eine Abschiebung nun ausgesetzt. An der Schule wächst ein Unterstützerkreis, auch die Flüchtlingshilfe ist eingeschaltet. Bei einer Gesprächsrunde mit den CDU-Abgeordneten Sebastian Lechner (Landtag) und Hendrik Hoppenstedt (Bundestag)

Allzu große Hoffnungen konnten die Politiker ihnen zunächst nicht machen: „Wir müssen alle gleich behandeln“, sagt der Bundestagsabgeordnete Hoppenstedt. „Wenn wir nach dem Asylantrag noch alle weiteren Umstände prüfen würden, würde kein einziges Verfahren mehr abgeschlossen.“

Von Kathrin Götze

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