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Initiative will Grundschule wieder beleben

Mardorf Initiative will Grundschule wieder beleben

In Mardorfs ehemaliger Grundschule tut sich was: Plakate mit bunten Handabdrücken hängen im Eingangsbereich. Fast, als ob wieder Schüler eingezogen wären. Das könnte auch bald geschehen. Eine Initiative aus Mardorf und Umgebung will dort eine Außenstelle der Freien Schule Steyerberg einrichten.

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Jennifer Frenzel-Schmidt (von links), Anna Igelmann-Kirk und Frerk Grüßing stellen das Projekt Freiwind vor, das sie gemeinsam mit Gesa Plogmann und weiteren Mitstreitern in der ehemaligen Grundschule Mardorf verwirklichen wollen.

Quelle: Kathrin Götze

Mardorf. Dort - und dann auch bald in Mardorf - gilt das Prinzip "Selbstbestimmt lernen" schon für die jüngsten Schüler: Jeden Tag dürfen sich die Kinder aus unterschiedlichen Lernangeboten eines auswählen. "Kinder lernen doch bis zur Schule auch alles aus eigenem Antrieb", sagt die Mardorferin Anna Igelmann-Kirk. Gemeinsam mit Gesa Plogmann, Jennifer Frenzel-Schmidt und Frerk Grüßing bildet sie den aktiven Kern des Vereins "Natürliche Neugier e. V.", der sich das Schulprojekt vorgenommen hat.

Ein vergleichbares Angebot gibt es in Neustadt noch nicht. Bis ins Viertklässler-Alter könnten die Kinder in Mardorf unterrichtet werden, später in die Hauptstelle nach Steyerberg wechseln, wo bisher die Abschlüsse bis Klasse 10 angeboten werden. Aktuell laufen Verhandlungen mit der Stadt über das Gebäude, ein Wertgutachten ist in Arbeit, denn auch ein Verkauf steht im Raum.

Die Schule würde in privater Trägerschaft betrieben, aber anders als eine reine Privatschule bekommt sie 80 Prozent der Kosten als Zuschuss vom Land. Eltern zahlen Schulgeld, das nach Gehalt gestaffelt wird und etwa in Höhe der Kindergartenbeiträge liegt, wie Frerk Grüßing sagt. Der Mardorfer hat 30 Jahre als Lehrer gearbeitet, viele davon an der KGS Neustadt. Bis zur Pensionierung Anfang 2016 war er stellvertretender Leiter der IGS Garbsen.

Aktuell ist der Hort im hinteren Teil des Gebäudes untergebracht. Nach Ideen des Vereins soll in der Schule ein Begegnungszentrum für Jung und Alt entstehen. Als Partner ist der Sporthallenbauverein im Boot. Der hat das Fernziel einer Halle für Mardorf aufgegeben, will nun einen schon früher für Gymnastik genutzten Raum im Untergeschoss der Schule zum Bewegungsraum ausbauen, den dann auch andere Vereinen und Organisationen mieten könnten.

Der Ortsrat habe sich schon geschlossen hinter das Projekt gestellt, sagt Ortsbürgermeister Hubert Paschke. Was die Mardorfer davon halten, soll ein Info-Vormittag am Sonnabend, 16. September, erweisen. Er beginnt um 10.30 Uhr im Bauerncafé, Mardorfer Straße 22. Für Kinderbetreuung ist gesorgt.

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