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Insolvenz? Kubald in Schieflage

Poggenhagen Insolvenz? Kubald in Schieflage

Leuchtenhersteller Kubald - vor 79 Jahren in Poggenhagen gegründet und längst international tätig - ist von Insolvenz bedroht. 70 Mitarbeiter in Neustadt erfuhren zu Wochenbeginn vom Ernst der Lage.

Neustadt. Seit Mittwoch steht das Betriebsvermögen unter Fremdverwaltung. Rechtsanwalt Ralph Bünning aus Hannover wurde zum Insolvenzverwalter berufen. Zur Lage des Unternehmens wollte er sich gestern auf Anfrage nicht äußern, Er kündigte eine Erklärung für die nächsten Tage an.

Laut Internet sind bei Kubald mittlerweile in 61 Ländern 1500 Mitarbeiter beschäftigt. Hauptstandorte sind neben Deutschland Polen, die Türkei Brasilien und Russland. Mitarbeiter aus Neustadt, die nicht genannt werden möchten, geben sich verhalten optimistisch: Die Auftragslage sei an und für sich gut, Gehälter bisher pünktlich gezahlt worden. Poggenhagens Ortsbürgermeister Klaus Hendrian zeigt sich „erschrocken“. Sollten Arbeitsplätze verloren gehen, werde es vornehmlich ältere Poggenhagener treffen, die „vielfach schon 30 und mehr Jahre dort arbeiten.“ Neustadts Bürgermeister Uwe Sternbeck spricht von „einem Unternehmen von großer Bedeutung für die Stadt“, er hoffe auf einen Erhalt von Firma wie Arbeitsplätzen.

In den vergangenen Jahren hatte es häufig widersprüchliche Aussagen zur wirtschaftlichen Lage des Unternehmens gegeben. Immer wieder hieß es, die Expansion vor allem in Richtung Osten sei nicht optimal gelaufen. Der einstige Familiensitz, eine großzügige Villa gegenüber der Produktionsstätte, ist zur Zwangsversteigerung ausgeschrieben.

Tobias Maibaum, Thomas Lunitz und Dirk von Werder

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