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Jäger fangen einen wildernden Hund ein

Neustadt Jäger fangen einen wildernden Hund ein

Jäger und Spaziergänger haben in Jagdrevieren in Neustadts Norden immer wieder zwei Hunde beobachtet, die Rehe hetzten. Als die beiden Tiere in dieser Woche wieder gesehen wurden, machten Jäger sich ans Einfangen.

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Die Jäger haben einen der wildernden Hunde eingefangen.

Quelle: Jägerschaft

Esperke/Warmeloh. Zwei schwarze Hunde haben den Jägern aus den Revieren in Esperke und Warmeloh Kopfzerbrechen bereitet. Seit dem Herbst haben unter anderem Spaziergänger sie immer wieder dabei beobachtet, wie sie Rehen hinterher jagten. Einmal hetzte das Duo sogar eines vor ein fahrendes Auto - der Fahrer konnte allerdings noch rechtzeitig bremsen, berichtet Thomas Ahlborn von der Jägerschaft Neustadt.

Allerdings wusste niemand aus den beiden Dörfern, wem die Vierbeiner gehören könnten. Ahlborn hat in dem Bereich selbst sein Revier und wusste um das Problem mit den Hunden. "Meine Wildtierkamera hat sogar Fotos von den beiden gemacht, auf denen sie gerade ein Reh verfolgten", sagte er.

Als das Duo in dieser Woche wieder bei der Verfolgung gesichtet wurde, schlossen sich drei Jäger mit der Polizei zusammen, um die Hunde einzufangen. Einem Esperker gelang es, eins der Tiere mit einer Hundepfeife anzulocken und ihn anzuleinen - der Hund trug ein Halsband. Daran war die Telefonnummer des Halters zu finden, der aus einem Nachbarort stammt.

Dabei suchten die Jäger das Gespräch. Laut Ahlborn zeigte sich der Besitzer sehr einsichtig und gelobte Besserung. Die Tiere abzuschießen, stand für die Jäger nicht zur Diskussion. "Wir waren heilfroh, dass das nicht nötig war, schließlich sind wir alle auch Hundeliebhaber", sagte Ahlborn. Eine solche Lösung komme nach dem Jagdgesetz erst infrage, wenn der Hund nachweislich ein Beutetier verletzt oder gerissen hat. Als Wildern gilt laut Ahlborn bei den Jägern bereits das Hetzen des Wilds.

Für den Halter war das ein Warnschuss. Im Wiederholungsfall müsste er seine Tiere aus dem Tierheim auslösen, außerdem  droht ihm eine Anzeige bei der Polizei, wenn er seine Aufsichtspflicht vernachlässigt.

Brut- und Setzzeit beginnt

Im Frühjahr gleicht die Natur einer Kinderstube, darum sollten Ausflügler während der Brut- und Setzzeit zwischen 1. April und 15. Juli besondere Vorsicht bei Ausflügen ins Grüne walten lassen. Insbesondere Hundebesitzer, denn für die Tiere herrscht während dieser Zeit in der freien Natur Leinenpflicht.
Das hat den Grund, dass zum Beispiel Bodenbrüter wie Fasane oder Rebhühner durch Hunde oder Spaziergänger aufgescheucht werden und ihre Gelege dann zur leichten Beute für Rabenvögel werden können. Auch bei vermeintlich verlassenen Rehkitzen gilt, sie nicht anzufassen oder mitzunehmen. Die Muttertiere lassen ihre Kitze tagsüber allein zurück und kommen nur zum Säugen wieder.

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Die Jäger haben einen der wildernden Hunde eingefangen.

Quelle: Jägerschaft
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Von Redakteur Susanne Döpke

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