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Gestatten: Neustadts absolutes Spitzenteam

Neustadt Gestatten: Neustadts absolutes Spitzenteam

Fußball? Handball? Eishockey gar? Neustadt hat in keiner der klassischen Mannschaftssportarten ein wirklich hochrangig spielendes Team. Ausnahme: Basketball. Der Erfolg ist kein Zufall, ist harter Arbeit und auch dem Engagement namhafter Sponsoren zu verdanken.

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Die erfolgreichen Trainer Miroslav Vorkapic und Allen Ray Smith (von links) bereiten die Spieler auf die höheren Anforderungen vor.

Quelle: Jan Gebauer

Neustadt. Was für ein großer Schritt für einen Kleinstadtverein: die Temps Shooters haben den Aufstieg in die 1. Regionalliga Nord geschafft - messen sich künftig mit Göttingen und Co. Teammanager Jan Gebauer zeigt sich dennoch bescheiden - und hofft auf Klassenerhalt.

"Eine geeignete Sporthalle ist eigentlich der wichtigste Faktor", sagt Jan Gebauer, Teammanager der Shooters. Angesprochen auf den großen Erfolg nun in die Regionalliga aufgestiegen zu sein, zeigt er sich bescheiden. Es sei natürlich "viel harte Arbeit und auch ein bisschen Glück" nötig gewesen, um den Aufstieg möglich zu machen. Für die höheren Anforderungen, die jetzt auf das Team zukommen, fühle er sich mit einigen hochkarätigen Neuzugängen gut gewappnet: "Solange wir als Aufsteiger die Liga halten können, wird es für uns eine erfolgreiche Saison", sagt Gebauer.

Zu den Shooters zählen derzeit neben deutschen Spielern auch Basketballer aus der ganzen Welt: in diesem Jahr sind Basketballer aus England, Amerika und Holland ins Neustädter Land gewechselt. Vor fünf Jahren hätte sich das wohl niemand zu träumen gewagt: "Die Mannschaft hat sich in den vergangenen Jahren sehr gut entwickelt", sagt Gebauer, "immer mehr ältere Spieler haben sich verabschiedet." Irgendwann seien nur noch junge Spielbegeisterte - und wenig später auch erste Sponsoren - zu den Shooters gekommen.

Damit auch in Zukunft der Nachwuchs im Basketball nicht ausbleibt, setzt Gebauer auf eine gute Jugendarbeit. Ob Schul-AGs, geleitet vom Profisportler oder Ausschreibungen - der TSV bemüht sich um die Jugend. " Wenn ich jemanden für geeignet halte, gehe ich auch mal persönlich auf ihn zu", sagt Gebauer, grundsätzlich sei natürlich jeder beim Training willkommen, der Lust auf den Sport hat. Auch im Jugendbereich strebt der Teammanager einen Aufstieg an - "die Jugend-Bundesliga ist ein entferntes, aber kein unmögliches Ziel."

Um ihren Zielen näher zu kommen, sind die Shooters auf Unterstützer angewiesen, wie den Hauptsponsor, die Temps-Malerbetriebe, wie die Verlagsgruppe Madsack oder neuerdings auch die Neustädter Zeitung. "Zur Zeit sieht unser Etat ganz ordentlich aus", sagt Gebauer. Ohne finanzielle Mittel sei es auch schwer, in der Liga mitzuhalten. "Eine gute Mannschaft kostet eben nicht nur in der Bundesliga ihren Preis", sagt Gebauer. Die Suche nach Sponsoren ist noch in vollem Gange - auch kleine Wohltäter seien gerne gesehen. "Wenn wir noch jemanden für uns begeistern können, liegt unser Etat etwa bei der Hälfte der Top Teams." Das sei noch eine Hürde, die es zu meistern gilt.

Größere Sorgen mache Gebauer allerdings die Situation der Sporthallen im Neustädter Land. Viele Sarnierungen stünden noch aus, die meisten Hallen seien vollkommen veraltet. Für die Regionalliga müssten bestimmte Auflagen erfüllt werden - die TSV-Halle erfülle nicht alle - eine Sondergenehmigung liege aber vor. Die Stadtverwaltung kümmere sich zudem um die baldige Aufwertung der Halle, inklusive einer Ausweitung auf 360 Sitzplätze. "Ohne eine vernünftige Sportstätte ist es schwer, das Training an die höhere Liga anzupassen", sagt Gebauer, "ich bin mir aber sicher, dass unsere Fans auch die größeren Hallen füllen werden."

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Von Leonie Frank

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