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Jetzt einheitlich: Neustadt ohne Baumschutz

Neustadt Jetzt einheitlich: Neustadt ohne Baumschutz

Jetzt hat das Neustädter Land seine einheitliche Baumschutzsatzung – nämlich gar keine mehr. Der Rat der Stadt hat am Montagabend die noch verbliebenen Schutzbestimmungen für Bordenau, Hagen, Mardorf und die Kernstadt kassiert. Nur die Grünen haben gegen die Aufhebung gestimmt.

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Besonders kräftige Bäume genießen künftig in Neustädter Privatgärten keinen Schutz mehr.

Quelle: Symbolbild

Neustädter Land. Dominic Herbst, Fraktionssprecher der Grünen, hatte in der Diskussion noch einen finalen Anlauf unternommen, um seine Ratskollegen von der Wichtigkeit des kommunal geregelten Baumschutzes zu überzeugen. "Der Schutz ortsprägender Bäume ist eine große Errungenschaft. Was hier aktuell passiert, ist ein großes Trauerspiel", sagte er.

Überzeugen konnte Herbst die Mitglieder der anderen Fraktionen aber nicht. Die Bürgervertretung hat – gegen die Stimmen der Grünen und von Bürgermeister Uwe Sternbeck (selbst Mitglied der Grünen) – sämtliche noch geltenden Satzungen des Stadtgebietes abgeschafft. Sebastian Lechner, Fraktionssprecher der CDU, begründete: "Wir setzen die Voten der Ortsräte um und entsprechen damit dem Bürgerwillen." Die vier betroffenen Gemeindevertretungen hatten sich zuvor allesamt für die Abschaffung ausgesprochen.

Die Grünen hatten zuletzt mehrmals darauf hingewiesen, dass in den vier Orten trotz der noch bestehenden Baumschutzsatzung ortsprägende Bäume auf Privatgrundstücken gefällt wurden. Nach Auskunft der Stadt ist dies aber nicht der Fall gewesen. "Es wurden zwar mehrere Fälle vermutet, diese haben sich aber allesamt nicht bestätigt", sagt Sprecherin Kathrin Kühling.

Die Aufhebung der Regelwerke tritt mit der öffentlichen Bekanntmachung in Kraft, also vermutlich Ende August. In den vergangenen Jahren gab es immer wieder Diskussionen über den Sinn oder Unsinn der nicht einheitlich geltenden Satzungen. Eilvese hatte seine Schutzsatzung schon 2010 gekippt.

Von Benjamin Gleue

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