Volltextsuche über das Angebot:

4 ° / -4 ° wolkig

Navigation:
Was tun gegen Raserei auf Ortsdurchfahrten?

Der Kandidaten-Check Was tun gegen Raserei auf Ortsdurchfahrten?

Welche Position beziehen Parteien und Wählergruppen zu Themen, die die Stadt bewegen? Die Leine-Zeitung fragt nach. Heute: "Was tun Sie gegen Raserei auf Ortsdurchfahrten?"

Voriger Artikel
Einige Bäume sind doch noch geschützt
Nächster Artikel
Wie sieht Ihr Wunschrathaus aus, wo steht es?

ARCHIV - Ein Fahrzeug wird am 03.08.2012 von einer stationären Geschwindigkeitsüberwachungsanlage auf der B31 in Freiburg (Baden-Württemberg) geblitzt (Aufnahme mit Langzeitbelichtung). Foto: Patrick Seeger/dpa (zu lsw: «Immer mehr Raser auf Autobahnen werden geblitzt - neue Anlagen» vom 07.08.2014) +++(c) dpa - Bildfunk+++

Quelle: Patrick Seeger

Ferdinand Lühring, SPD:  Mehr Ortsdurchfahrten sollten mit stationären Geschwindigkeitsmessanlagen ausgestattet werden. Oft bemerken die Fahrer nicht, dass sie zu schnell sind. Auch bauliche Maßnahmen wie Verkehrsinseln halte ich an Brennpunkten für sinnvoll. Verkehrsinseln und andere Querungshilfen können Raser bremsen, da Fußgängerüberwege eine besondere Vorsicht fordern. Sie können aber nur da eingerichtet werden, wo wirklich Bedarf besteht.

Stefan Porscha, CDU: Auf die Ergebnisse der Messungen mit dem stadteigenen Seitenradar müssen nun konkrete Maßnahmen folgen. Forderungen der Ortsräte müssen bei der Stadt gebündelt werden. Diese sind unmittelbar mit den anderen Straßenbaulastträgern Region und Land zu koordinieren. Bei baulichen Maßnahmen soll die Stadt mit Planungen in Vorleistung treten. Auch stationäre Geschwindigkeitsüberwachung darf in Neustadt kein Tabu mehr sein.

Heike Biere, UWG: Zunächst müssen regelmäßige Kontrollen durchgeführt werden. Es sollten weitere Verkehrsschilder mit Geschwindigkeitsanzeigen in und vor den Ortsdurchfahrten stehen. Blumenkübel wie zum Beispiel in Scharrel reduzieren die Geschwindigkeit. Für die Radfahrer sollten Schutzstreifen auf den Straßen sein, um die Autofahrer zur Rücksicht und Geschwindigkeitsverminderung zu zwingen.

Esther Zielinski, Grüne: Das ist eine Frage des Bewusstseins. Mancher regt sich über Raser auf und fährt drei Dörfer weiter selbst zu schnell. Wenn technische Maßnahmen wie Fahrbahnverengungen oder Appelle nicht helfen, brauchen wir spürbare Maßnahmen wie kontinuierliche städtische Geschwindigkeitskontrollen und konsequente Ahndung von Verstößen. Die Stadt muss in die Lage versetzt werden selbst zu blitzen.

Grigorios Aggelidis, FDP: In Ortsdurchfahrten ist im Normalfall Tempo 50 erlaubt. Wenn es zu ständigen Überschreitungen der Höchstgeschwindigkeit kommt, sind bauliche Maßnahmen zu prüfen. Darüber hinaus ist die Anbringung von Radartafeln zur Selbstkontrolle der Autofahrer sinnvoll. Sollten diese Maßnahmen nicht fruchten, helfen nur unangekündigte Geschwindigkeitskontrollen und die Anwendung des Bußgeldkataloges.

Jonas Iseke, Linke: Unser Plan ist es, an den Ortseingängen Bremsschwellen zu errichten. Diese verringern das Tempo der einfahrenden Fahrzeuge sehr effektiv, während sie sehr kosteneffizient und leicht umzusetzen sind. Wichtig ist, dass sie gut sichtbar sind, und von Fußgängern und Radfahrern umgangen werden können.

Bernhard Nowack, Piraten: Geschwindigkeitsmessungen helfen meiner Meinung nach nicht oder nur sehr wenig. Feste Radarfallen sind schnell bekannt und lösen das Problem damit nicht. Anzeigetafeln erinnern die Autofahrer an ihre Geschwindigkeit und regen das schlechte Gewissen an. Denkbar sind auch Warnschilder wie auf Autobahnen: „Anschnallen, Handy, gestorben“ oder Hinweise: „Rücksicht auf Kinder, Lärm, Unfallgefahr“.

Volker von Hofe, AfD: Oft können etwa Verkehrsinseln wirksame Abhilfe schaffen. Neustadt sollte auch die stationäre Blitzer einführen. Wo ein Blitzer steht, wird nicht gerast. Auf gar keinen Fall sollten mobile Blitzer eingeführt werden. Das ist viel zu teuer und führt später nahezu zwangsläufig zur „Wegelagerei“. Schließlich werden die Überwacher auch gefragt werden, wie viele Raser sie erwischen und was in die Kasse kommt. 

Von der Redaktion

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Mehr aus Nachrichten
doc6sk7393s99fjtcwhhda
Horror-Clip soll Autofahrer aufrütteln

Fotostrecke Neustadt: Horror-Clip soll Autofahrer aufrütteln