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Ein Grüner Hahn fürs Gotteshaus

Rodewald Ein Grüner Hahn fürs Gotteshaus

Das Umweltbewusstsein wächst, auch Kirchengemeinden engagieren sich zunehmend für Energiesparmaßnahmen und Co. Die Kirchengemeinde Rodewald prescht dabei voran.

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Uwe Skupzig und Marie-Luise Schierkolk vom kirchlichen Umweltteam bringen die Plakette an.

Quelle: privat

RodewaldNeustadt. Mit effizienter Umweltarbeit und engagierten Ehrenamtlichen hat sich die Kirchengemeinde den "Grünen Hahn" verdient. Die Plakette wurde feierlich an Kirche und Gemeindehaus angebracht - damit zählen die Rodewalder noch zu einer Minderheit unter den Kirchengemeinden der Umgebung. Im Kirchenkreis Neustadt/Wunstorf etwa gibt es noch keine entsprechende Auszeichnung.

Es ist das Ergebnis jahrelanger Arbeit: nach einem Gottedienst hat das Umweltteam der Kirchengemeinde die Zertifikate an Sankt Aegidienkirche und am Gemeindehaus angebracht - auch die Sankt Johanneskirche bekommt eine Plakette. "Unsere Arbeit ist ein ganz kleiner Beitrag um die Erde vor dem Kollaps zu retten", sagte Marie-Luise Schierkolk vom Umweltteam. Das gesamte Team hat sich über sieben Jahre für ein Umweltmanagementsystem eingesetzt - inklusive umweltfreundlicher Gestaltung von Kirchengrundstücken und Gemeindearbeit. "Wir können stolz sein, dass die Ehrenamtlichen so engagiert und beharrlich bei der Sache sind", sagt Kirchenvorstand Hermann Wiggers.

Neben Rodewald konnten sich landesweit bereits 50 weitere Gemeinden über die Plakette freuen. Nicht so allerdings im Kirchenkreis Neustadt - viele würden aber daran arbeiten, sagt Thomas Ehrenberg aus der Geschäftsführung der Kirchenkreisverwaltung, "das ist super." Und Michael Bruns-Kempf, Umweltreferent der Landeskirche Hannover, ergänzt: "Umweltschutz rückt immer mehr in den Mittelpunkt". Deshalb biete die Landeskirche seit zehn Jahren ein Programm für Unterstützung in der kirchlichen Umweltarbeit an - wer es erfolgreich durchläuft, bekommt die Zertifizierung.

Der Ablauf ist fest geregelt: die Kirchengemeinde meldet sich bei der Landeskirche Hannover für das Programm an, hat im besten Fall bereits ein Umweltteam aus Ehrenamtlichen zusammengestellt. Dann stellt die Landeskirche finanzielle Mittel und Schulungen für die Gemeinde - bis hin zur Erarbeitung eines Umweltmanagementsystems. Ein unabhängiger Prüfer stellt dann fest, ob das System erfolgreich ist und zertifiziert die Kirchengemeinde - die dann den Grünen Hahn bekommt.

Von Leonie Frank

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