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Kosten für neue Feuerwehrhäuser explodieren

Neustadt Kosten für neue Feuerwehrhäuser explodieren

Die Pläne für einen Neubau eines Feuerwehrhauses in Eilvese liegen vor - angedacht waren einst 650 000 Euro, jetzt rechnet die Kommune mit 1,7 Millionen.

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Das alte Feuerwehrhaus in Eilvese ist zu klein geworden.

Quelle: Götze (Archiv)

Neustadt. Es ist ein Horrorszenario für Haushaltspolitiker: In Neustadts Dörfern sind 30 Feuerwehrhäuser in Betrieb - die meisten zwischen 1980 und 2000 gebaut und neueren Anforderungen (Sicherheit, Fahrzeuggrößen) vielfach nicht mehr genügend. Und die Kosten für Ersatzbauten explodieren geradezu.Der Ortsrat Eilvese hat seit Mittwoch ein Gespür für die Entwicklung. Verwaltung und Feuerwehr stellten dem Gremium a dem Abend die aktualisierten Pläne für ein neues Feuerwehrhaus im Dorf vor. Im Anschluss fasste Ortsbürgermeisterin Christina Schlicker die Meinung ihrer Bürgervertretung zusammen: „Natürlich freuen wir uns, dass es ein neues Feuerwehrhaus geben soll. Aber die Kosten haben uns schon sehr überrascht.“Seit fünf Jahren steht fest, dass das bisherige Gerätehaus ausgedient hat. Es entspricht „nicht den gesetzlichen Vorgaben“, heißt es in einer Stellungnahme der Verwaltung, und „eine Erweiterung im Bestand ist nicht möglich.“ Also wird neu gebaut. Ein Gelände, in Nachbarschaft zum Jugendhaus Am Balschenweg, ist gefunden. Das Planverfahren läuft, im ersten Quartal 2018 soll der Bau ausgeschrieben werden, im zweiten Halbjahr der Bau beginnen. Das Raumprogramm umfasst 786 Quadratmeter Fläche für Fahrzeughalle, Umkleiden, Sanitärbereich, Trocknungsraum, Räume für Ausbildung, Aufenthalt, Verwaltung, Werkstatt und Küche. Zu Planungsbeginn war von Kosten im Bereich 650 000 bis 800 000 Euro augegangen worden - jetzt sollen es laut städtischer Kalkulation über 1,7 Millionen Euro werden. Die Baukosten seien in den fünf Jahren der Planung„extrem gestiegen“, sagt Stadtsprecher Benjamin Gleue. Neustadt stehe mit der Notwendigkeit, etliche Feuerwehrhäuser um- oder gar neu bauen zu müssen, „nicht allein auf dieser Welt“. Das mache sich auch in den Angeboten der Unternehmen bemerkbar. Die Liste der Feuerwehrhäuser, die in Neustadt in den nächsten Jahren folgen sollen, umfasst einige Namen - Gleue nennt unter anderem Otternhagen, Mandelsloh, Borstel, Bordenau und Scharrel.

So steht es um Neustadts Feuerwehrzentrum

Ein noch deutlich aufwendigeres und größeres Projekt ist das neue Feuerwehrzentrum in Neustadt, das an der Nienburger Straße entstehen soll. Um die 20 Millionen Euro wollen Stadt und Region investieren, denn auch die Feuerwehrtechnische Zentrale (Region), die bisher neben dem Feuerwehrhaus an der Lindenstraße steht, soll am neuen Standort neu entstehen. Der Bau mit rund 5900 Quadratmetern Nutzfläche  wird einem Generalunternehmer übertragen, der ihn im September 2019 schlüsselfertig den Investoren übergeben soll. Bisherige zeitliche Vorgaben waren des öfteren hinfällig. So hatte Verwaltungschef Uwe Sternbeck noch 2013 davon gesprochen, der Bau werde 2016 fertiggestellt sein.

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Von Redakteur Dirk von Werder

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