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Krenz sieht Motivation sinken

Neustädter Land Krenz sieht Motivation sinken

Der Ton zwischen Feuerwehr und Stadt wird schärfer. Der Rat hat die Investitionen für Gerätehäuser auf eine Million Euro pro Jahr budgetiert - mehr Geld werde erst freigegeben, wenn die Feuerwehr Sparvorschläge vorlegt, heißt es.

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Auch gute Nachrichten gab es, am Freitag sind neue Fahrzeuge für die Feuerwehren Otternhagen und Schneeren geliefert worden. Ortsbrandmeister Sascha Schneider und Martina Fachmann aus Otternhagen sitzen in ihrem Mannschaftswagen Probe, der auch als Einsatzleitwagen genutzt werden kann.

Quelle: Thomas Lunitz

Neustädter Land. Schon lange wächst der Investitionsstau. Mit der Wartezeit könnten den freiwilligen Helfern Motivation und Vertrauen in die Sicherheit verloren gehen, sagte Stadtbrandmeister Robert Krenz in der Kommandositzung am Sonntag vor Führungskräften der 29 Ortsfeuerwehren und Verwaltungsvertretern. Als einziger Politiker war der Bordenauer Harry Piehl (SPD) gekommen.

Die ständige Diskussion um die Ausstattung der Feuerwehr schade auch deren Ansehen, sagte Krenz weiter. Vor einigen Monaten habe der TÜV den Mannschaftstransporter der Feuerwehr Stöckendrebber aus dem Verkehr gezogen. „Ich will nicht noch in der Zeitung lesen, dass einer unserer Oldtimer auf der Fahrt zum Einsatz liegen bleibt und wir deshalb nicht die nötige Hilfe leisten können.“

Etliche Mannschaftstransporter hätten mehr als 20 Jahre auf dem Buckel und müssten dringend ersetzt werden, sagte Krenz. „Allerdings hat es auch einige Neubeschaffungen gegeben, der Altersdurchschnitt liegt nach meiner Rechnung nun bei 14,1 Jahren.“

Damit für die neuen Fahrzeuge auch genügend Platz ist, müssen zahlreiche Gerätehäuser erweitert werden. Eigentlich sollte in Kürze in Eilvese, Otternhagen und Mandelsloh gebaut werden - gesichert sei wegen des Budgets nun aber nur noch Eilvese, sagte Bürgermeister Uwe Sternbeck in der Sitzung. Scharf wendete er sich gegen allzu lautstarke Forderungen aus kleinen Feuerwehren - die Stadt sei nicht reich, sagte Sternbeck. Er warb eindringlich dafür, die geforderten Sparvorschläge bald vorzulegen. Man werde sich die erforderliche Zeit nehmen, entgegnete Krenz.

1181 Mitglieder zählen die 29 Ortsfeuerwehren im aktiven Dienst, davon lediglich 124 Frauen. Für eine gute Basis beim Nachwuchs sorgen die 22 Jugendfeuerwehren mit 341 Mitgliedern und 17 Kinderfeuerwehren mit inzwischen 256 Jungen und Mädchen.

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