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Krisengipfel in der Moschee

Neustadt Krisengipfel in der Moschee

Im Vorfeld des Stadtjubiläums sind Missstimmungen zwischen führenden Vertretern der evangelischen Kirche und der muslimischen Gemeinde aufgekommen.

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Hand in Hand für Vielfalt? Dieses Bild entstand bei einem Friedensgebet im Frühjahr. Darauf sind Murat Köse (von links), Claus Crone,Tim Kröger, Uwe Sternbeck, Michael Hagen, Matthias Ziemens und H. Davud Toklu.

Quelle: Kathrin Götze

Neustadt. Es war ein Krisengipfel am Donnerstag spätnachmittags in der Moschee an der Wunstorfer Straße. Gemeindevorstand Murat Köse erwartete Superintendent Michael Hagen, dessen Vertreter Christoph Bruns und Pastor Tim Kröger, einen der profiliertesten Vertreter der evangelischen Kirche in Neustadt. Erklärter Wille der Beteiligten: in kleiner Runde sollte ausgeräumt werden, was sich an Unstimmigkeiten aufgebaut hatte.

Murat Köse hatte in einem Beitrag in einem Internet-Radioprogramm von „Ausgrenzung“ gesprochen, namentlich genannten Vertretern der Kirche (Kröger), aber auch der Stadt vorgeworfen, seiner Gemeinde werde ein Mitwirken am Jubiläumswochenende verwehrt. „Seit sechs Jahren pflegen wir eine Zusammenarbeit mit Neustadts christlichen Kirchen“, sagte Köse vorab der Leine-Zeitung. Ausgerechnet zum Jubiläum, sei diese Zusammenarbeit wohl nicht gewünscht. Köse beruft sich auf Gespräche aus dem Februar über gemeinsame Veranstaltungen zum Jubiläum. Ging es dabei um einen regelrechten Gottesdienst? „Das ist unserer Meinung nach nicht machbar“, sagt Superintendent Michael Hagen. Gottesdienst und Gebet der Muslime seien nicht so leicht auf einen Nenner zu bringen.

Problem : Auf einem ersten Infoblatt der Stadt zum Jubiläum war ein „Gottesdienst“ unter Mitwirkung der Muslime angekündigt worden. Gestern Abend zeichnete sich eine Einigung ab. Eine gemeinsame Erklärung wurde verfasst. Dazu morgen mehr.

Nagelprobe bei CDU-Empfang

Gerade noch mal gutgegangen? Schon heute Abend treffen sich Vertreter von Christen und muslimischer Gemeinde beim Sommerempfang des CDU-Ortsverbandes am Schloss Landestrost. Die CDU hatte Kommunalpolitiker, Vertreter von Vereinen und Öffentlichkeit eingeladen, in der Hoffnung „bei guten Gesprächen einen harmonischen Abend zu verbringen“. Die Grundlage für die Gespräche sollten dabei Pastor Tim Kröger und Murat Köse, Vorsitzender der muslimischen Gemeinde liefern, die als „Besondere Gäste“ geladen sind, um über den „Dialog der Religionen“ zu sprechen.

Von Dirk von Werder

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