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Arbeit an Bildern für Bahnhofstunnel beginnt

Neustadt Arbeit an Bildern für Bahnhofstunnel beginnt

Trist und grau ist der Bahnhofstunnel nun die längste Zeit gewesen. Spätestens im Herbst 2018 soll er mit bunten Bildern aus dem Neustädter Land verziert sein. Sie entstehen bei einem Mitmach-Projekt, bei dem sich Jugendliche aus dem ganzen Stadtgebiet einbringen sollen.

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Anna und Marek Konarski wollen die Wände des Bahnhofstunnels mit Bildern aus Neustadts Ortschaften gestalten - und sie suchen junge Mitstreiter.

Quelle: Kathrin Götze

Neustadt. Das Künstlerpaar Anna Niffka-Konarski und Marek Konarski betreut die Arbeit gemeinsam mit Kollegin Gabriela Ulrich-Pfeifenbring. Geplant ist eine Art Freilicht-Galerie des Neustädter Landes: An den Wänden der beiden Abgänge sollen sich möglichst viele der Neustädter Ortschaften wieder finden: Die Dörfer auf der Ostseite und die Kernstadt an einer größeren Wandfläche auf der Westseite. 34 einzelne Bilder sind geplant, 17 sollen noch dieses Jahr entstehen, 17 weitere im nächsten Jahr. Der Tunnelbereich selbst bleibt frei, er ist Eigentum der Bahn AG.

Im ersten Abschnitt des Projekts sollen die Ortschaften zum Zuge kommen: Bei einem Treffen mit den Ortsbürgermeistern haben Konarskis um Hinweise gebeten, was für die verschiedenen Ortschaften typisch sein könnte. "Das können zum Beispiel Gebäude, Ereignisse, Persönlichkeiten oder Tiere sein - oder etwas ganz anderes - wir wollen wissen, was für den Ort wichtig ist", sagt der Künstler.

Konarski ist für einen unverwechselbaren, farbenfrohen und witzigen Stil bekannt, den er selbst als Konarskismus bezeichnet. Er hat schon vielfach Ortsporträts geschaffen, dabei Zeichnung, Malerei und Fotocollagen zu einer Art Wimmelbild kombiniert, auf dem der Betrachter immer neue Details entdecken kann.

Aus den Vorgaben der Dorfgemeinschaften will er zunächst Skizzen und Entwürfe erstellen, die die jugendlichen Mitstreiter dann mit seiner Unterstützung ausgestalten sollen. Die Originale werden in den unterschiedlichen Techniken auf Holzplatten aufgebracht. Anna Konarski fotografiert die Werke anschließend in einem speziellen Verfahren ab, sodass sie auf so genannte Dibond-Platten gedruckt werden können. Dieses Alu-Verbundmaterial bietet Schutz vor Ausbleichen und Vandalismus, auch Sprayfarbe kann man leicht davon entfernen.

Grafitti-Künstler hätten Konarskis allerdings gern eingebunden: "Wir stellen uns vor, dass neben den Bildern alle möglichen Passanten auf die Wände gemalt werden könnten: Reisende, Pendler, Hunde, Katzen, Kühe...", sagt Konarski. Und wer sich beispielsweise mit Ton- oder Filmaufnahmen an der Dokumentation des Projekts beteiligen möchte, ist ebenfalls willkommen.

Das Projekt-Trio hat die Kunstlehrer der weiterführenden Schulen angesprochen. Wer mitmachen will, wendet sich also möglichst bald entweder an seinen Lehrer oder schreibt eine E-Mail an marek@konarski-mail.de. Eine Präsentation des Projekts ist auf der städtischen Homepage neustadt-a-rbge.de zu finden, unter den Menüpunkten Kultur & Tourismus, dann Kulturförderung und Verschönerung des Bahnhofstunnels.

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