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SPRINT-Projekt ist gut gestartet

Neustadt SPRINT-Projekt ist gut gestartet

Es soll eine Brücke für junge Flüchtlinge in die Berufswelt sein: Kultusministerin Frauke Heiligenstadt besuchte gestern die Berufsbildenden Schulen (BBS) und den Malereibetrieb Temps, die das so genannte SPRINT-Projekt gemeinsam mit VW Nutzfahrzeuge umsetzen.

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Ministerin Frauke Heiligenstadt und Shadhan Bouzan malen an einem Wandbil des Temps-Firmenmaskottchens.

Quelle: Kathrin Götze

Neustadt. Für Sprache und Integration steht die Abkürzung SPRINT, und bei der Kooperation der BBS mit den Betrieben nehmen die jungen Leute auch eine gehörige Portion Berufspraxis mit. Auch die Ministerin profitierte bei ihrem Besuch in Neustadt davon. Sie übte in Temps' Ausbildungshalle mit dem jungen Syrer Shadhan Bouzan, an der senkrechten Wand mit feinem Pinsel ein Bild auszumalen, schaute den anderen "Sprintern" beim Mischen von Farben, Tapezieren und beim Einüben verschiedener Mal- und Wischtechniken zu.

In der BBS besuchte sie eine der beiden VW-Klassen beim Sprachunterricht, spielte mit dem Afghanen Mohammad ali Moradi und dem Syrer Mohammed Hussein einen Restaurantbesuch als Rollenspiel. Gelächter erntete Moradi, der der Ministerin für eine Suppe mit verschmitztem Lächeln 33 Euro in Rechnung stellte - die Politikerin protestierte aber nicht, antwortete bloß trocken: "Stimmt so.".

Sehr motiviert und engagiert gehen die jungen Leute in dem dreigliedrigen Ausbildungsgang zu Werke, der aus Sprachunterricht, Kulturkunde und Betriebspraxis besteht. Mit ihren 18 bis 21 Jahren sind sie der Schulpflicht entwachsen und im besten Alter für eine Berufsausbildung. Der einjährige Sprint soll sie dafür fit machen. Firmenchef Temps war begeistert, als er von dem Projekt hörte, das BBS und VWN gemeinsam planten. Wie er denken viele Handwerksmeister darüber nach, wie sie Flüchtlinge zu Fachkräften ausbilden können. Temps sagte der Ministerin, die Betriebe hofften, bald Klarheit über Status und weitere Beschäftigungserlaubnis der jungen Flüchtlinge zu bekommen.

Heiligenstadt dankte den Betrieben für ihr Engagement, fand auch viele lobende Worte für die BBS: Die Schule sei bekannt dafür, innovative Projekte anzupacken und mit Elan zu betreiben, sagt sie. Und der Landtagsabgeordnete Mustafa Erkan fügte hinzu: „Egal was diese Schule anpackt, sie schafft es mit Bravour.“

SPRINT: Integrationsidee macht Schule

Sprache, Integration, Berufsorientierung: Das SPRINT-Projekt hilft jungen Neuankömmlingen in vielerlei Hinsicht. Die Landespolitik habe es entwickelt, um die vielen jungen Männer zu integrieren, die nach Deutschland kamen, sagt der Landtagsabgeordnete Mustafa Erkan (SPD).

In Neustadt gibt es bislang vier Klassen mit je 17 Schülern, die jeweils einen Tag in der Woche in den Werkstätten der Betriebe  Berufspraxis lernen.  Weitere Klassen werden wohl eingerichtet, das Projekt sei mit landesweit 2400 Teilnehmern ein Erfolg, sagte Heiligenstadt. Und Olaf Böker von der VW-Akademie berichtete, dass auch der Reifenhersteller Continental bereits Interesse signalisiert habe.

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Von Kathrin Götze

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