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Viel erreicht, wenig zu meckern

Neustadt Viel erreicht, wenig zu meckern

Laderholz mischt in Sachen Energiewende und Zukunftsgestaltung ganz weit vorn mit. Und nicht nur das: Die rund 330 Einwohner des Dorfes im Nordwesten des Neustädter Landes bilden eine starke Gemeinschaft und fühlen sich in ihrem Ort auch noch pudelwohl.

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Uwe Sternbeck (zweiter von rechts) informiert sich bei den Ladeholzern um Ortsbürgermeister Hartmut Evers (rechts).

Quelle: Benjamin Gleue

Laderholz. "Wenn hier etwas ansteht, packen die Menschen es gemeinsam an. Das zeichnet die Laderholzer aus." Hartmut Evers, Ur-Bürener und Ortsbürgermeister der Ortschaft Bevensen, zu der auch Laderholz gehört, spart nicht mit lobenden Worten für die Bewohner. Alles andere wäre auch verwunderlich, denn die Dorfgemeinschaft hat zuletzt ambitionierte Projekte verwirklicht.

Was die Laderholzer alles erreicht haben, davon hat sich nun auch Bürgermeister Uwe Sternbeck einen Überblick verschafft. Das Stadtoberhaupt hat den Stadtteil im Rahmen seiner Sommertour besucht und war beeindruckt.

Ein Beispiel: Geheizt wird im Dorf genossenschaftlich per gemeinschaftlicher Hackschnitzelheizung, die 64 Wohnhäuser mit Wärme versorgt. Auch die Alte Schule, in der unter anderem die Feuerwehr untergebracht ist, könnte beheizt werden, wie Genossenschaftsmitglied Axel Holz mitteilt. "Wir würden uns freuen, wenn die Stadt mit ins Boot kommt", gab er Sternbeck mit auf den Weg.

Zu meckern hatten die fast 50 Bürger, die Sternbeck durch ihr Dorf führten, fast gar nichts. Auch vonseiten der Feuerwehr gibt es kaum etwas zu kritisieren. "Unsere einzige Baustelle ist, dass wir uns in der Fahrzeughalle umziehen müssen. Da muss eine Lösung her", sagt Ortsbrandmeister Manfred Walter.

Die größte Sorge bereitet den Einwohnern die Busverbindung, speziell die Haltestelle Wassermühle. Diese ist nach Ansicht der Laderholzer deplatziert, gefährlich und überhaupt nicht nötig. "Der Bus soll hier gar nicht langfahren und stattdessen durch das Dorf fahren, dann wären alle Probleme gelöst", sagt Evers.

Schnell im Netz dank Glasfaser

Windräder und Nahwärme: In Sachen Energiewende mischt Laderholz ganz weit vorn mit, beim Internet ist das Dorf sogar schon in der Zukunft angekommen. Während in weiten Regionen des Neustädter Landes schnelles Internet noch ein Traum ist, können die Laderholzer dank eines Glasfaserkabels bereits mit Lichtgeschwindigkeit große Datenmengen verschicken und verarbeiten. "Das ist ein absoluter Glücksfall", sagt Bürger Axel Holz.
Möglich gemacht hat den Traum vom schnellen Internet ein anderes Vorzeigeprojekt des Dorfes, an dem Holz als Genossenschaftsmitglied der Hackschnitzelheizung auch seinen Anteil hat. Um die Haushalte des Ortes an die Heizung anschließen zu können, sind im vergangenen Jahr vier Kilometer Nahwärmenetz in der Gemarkung verlegt worden – und mit den Leitungen auch gleich das Glasfaserkabel für schnelles Internet.

Von Benjamin Gleue

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