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Ferienspaß mit langer Tradition

Lehrte Ferienspaß mit langer Tradition

„Spaß haben. Freunde finden. Weiterentwickeln“: Unter diesem Motto erleben Kinder und Jugendliche aus Lehrte beim Zeltlager am Müllersee ereignisreiche Ferien. Seit nunmehr vier Jahrzehten gibt es das Angebot bereits.

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Am Platz ums Lagerfeuer wird gern gesungen - heute wie vor 40 Jahren.

Quelle: Sandra Köhler

Lehrte. Was vor 40 Jahren als Kinderzeltlager der Schützengesellschaft Ahlten begann, hat sich seither nicht wesentlich verändert. Die Freizeit lebt auch heute als Feriencard-Angebot vom Engagement der Ehrenamtlichen und Sponsoren.

Ferien können auch ohne Smartphone, Internet und Nintendo und sogar ohne fließendes Wasser und Strom Spaß machen. Stattdessen genießen die 50 Kinder und Jugendlichen im Alter von acht bis 14 Jahren auf dem Zeltplatz neben dem Badesee in der Nähe der A 2 das Lagerleben und die Natur, wie es früher schon üblich war - mit Schwimmen und Bootsfahrten, Geländespielen und Nachtwanderungen, Stockbrot und Schnitzeljagden.

Abends ist das Lagerfeuer Treffpunkt. Zum Versammeln wird mit einer Drucklufttröte dreimal gerufen. „Früher standen hier noch keine Bäume, da haben die Lastwagenfahrer uns von der Autobahn aus gesehen und zum Gruß gehupt. Und damit es keine Verwechslungen gibt, haben wir dreimal Hupen als Signal eingeführt“, erzählt Betreuerin Katja Raubaum.

„Es ist toll hier, wir machen ganz viele Sachen, die man zu Hause nicht machen kann“, sagt der neunjährige Sean begeistert: „Das Schönste ist der See.“ Für ihn ist es sein erstes Zeltlager. Der 15-jährige Johann ist bereits zum sechsten Mal dabei. „Als ich zehn war, hat mich meine Mutter hier angemeldet. Zuerst wollte ich nicht, aber dann waren hier alle total nett“, meint er.

Mittlerweile hat Johann die Seiten gewechselt und unterstützt die Betreuer als sogenannter Praktikant. Auch der 18-jährige Pascal Schaldach ist - wie die meisten der 15 Betreuer - schon seit Jahren am Müllersee dabei.

Zwei Tage Aufbau und zwei Tage Abbau samt Freischneiden des Platzes sind nötig, ehe das Lager steht. Dann geht es darum, Sonderangebote zu sichten, Essen einzukaufen und Nachtwache zu schieben. „Alle genießen die Zeit, auch wenn sie viel Arbeit mit sich bringt“, sagt Betreuer Karsten Raubaum. Die Organisatoren seien dankbar für jegliche Unterstützung - auch seitens vieler Sponsoren. „Sonst könnten wir das Ganze nicht wuppen“, sagt Raubaum.

Auch wenn das Konzept sich in vier Jahrzehnten nicht geändert hat, gibt es eine wesentliche Neuerung: den Internet-Blog, der die Lagerzeitung abgelöst hat. „Wir wollen den Eltern zeigen, was wir hier so machen und dass es den Kindern gut geht“, sagt Pascal. Dazu pflegt er von den Teilnehmern geschriebene Berichte und Fotos unter der Webadresse zeltlager-müllersee.de ein.

Von Sandra Köhler

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