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Mähdrescher blockiert Verkehr auf B 6

Neustadt Mähdrescher blockiert Verkehr auf B 6

Ein in einer Baustelle auf der B 6 steckengebliebener Mähdrescher hat am Donnerstagabend einen Megastau verursacht. Nichts ging mehr zwischen Bordenau und Himmelreich.

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Die Bundesstraße ist am Freitag zwei Stunden gesperrt, um die Leitplanken, die entfernt wurden, um den Mähdrescher von der B 6 fahren zu können, wieder anbringen zu können. Die Innenstadt war dicht.

Quelle: von Werder

Neustadt. Rund einen Kilometer hatte ein Landwirt am Donnerstagabend sein Gefährt schon durch die B-6-Baustelle manövriert, dann war jedes fahrerische Können vergebens: Der Mähdrescher - Radstand über 3,60 Meter - passte nicht mehr durch die Gasse zwischen Baustellenabsperrung und Mittelleitplanke. Kein Wunder: Die Fahrbahn Richtung Nienburg ist in Teilbereichen zurzeit nur 3,15 Meter breit.

Folge 1: Die überdimensionierte Dreschmaschine keilte sich ein. Nichts ging mehr zwischen den Auffahrten Bordenau und Himmelreich. Der Fahrer - auf dem Weg von Garbsen nach Niedernstöcken - stieg aus seiner Kabine und hatte sich den nicht immer verständnisvollen Anmerkungen anderer Verkehrsteilnehmer zu erwehren. Binnen weniger Minuten hatte sich ein Stau über mehrere Kilometer gebildet. Erst nachdem Feuerwehrleute Absperrungen demontiert hatten, konnte der Drescher von der Straße gefahren werden. Bis zu zwei Stunden standen Autofahrer im Stau.

Folge 2: Freitagfrüh wurde die Bundesstraße für Reparaturarbeiten für zwei Stunden gesperrt; der Verkehr schleppte sich mühsamst durch die Stadt.

Jetzt wird nachgearbeitet. Die Bundesstraße ist für landwirtschaftlichen Verkehr freigegeben. Der Mähdrescher allerdings hat Überbreite. Der Landwirt hätte sich, so sagen Sprecher der Stadt und des Straßenbauamtes, versichern müssen, ob die Durchfahrt trotz Baustelle breit genug für sein Fahrzeug sein würde. Baustellenschilder mit Hinweis auf eine maximale Breite waren allerdings nicht aufgestellt, was - so die Sicht der Polizei - „sinnvoll gewesen wäre“. Am Freitag beauftragte die Stadt ein Unternehmen, die Beschilderung nachzurüsten.

Sänger finden Weg zur Wurst

Der Grill war heiß, der Magen leer: Sehnsüchtig erwarteten Sänger des Männergesangvereins Empede/Himmelreich Donnerstagabend ihren Vorsitzenden Bernd Heitmüller. Der lebt in Osterwald und hatte sich angeboten, Wurst und Fleisch zum Grillfest mitzubringen. Nun stand er im Stau – kein Meter vor, kein Meter zurück. Was tun? Drei der wackeren Sangesbrüder machten sich auf den Weg, Böschung hoch, Wurst geholt. Heitmüller kam mit zwei Stunden Verspätung, wurde, dem Vernehmen nach, köstlich bewirtet.

Dirk von Werder und Susanne Döpke

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