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Ein Treffpunkt für Feinschmecker

Mardorf Ein Treffpunkt für Feinschmecker

Der Bauernmarkt in Mardorf ist beliebter Treffpunkt für Feinschmecker und Händler mit ausgefallener Ware. Im Vordergrund steht dabei nicht das Geldverdienen, sondern Atmosphäre, Beratung und Gespräche.

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Hier wächst das Kraut in tollen Geschmacksrichtungen: Vera Neermann gibt Tipps für Anbau und Einsatz der biozertifizierten grünen Leckereien.

Quelle: Chadde

Neustadt. Sommertreffpunkt Bauernmarkt: Pizzabäcker Natale Pitronaci kommt aus Sizilien, Radler-Familie Thülig aus Aachen und Schülerin Deborah Wittkop aus Essen. Den Mardorfer Bauernmarkt haben sie im Terminkalender rot markiert, weil sie das originelle Sortiment vor der ländlich romantische Marktkulisse ganz bezaubernd finden. Seit 15 Sommern organisiert die SMT im Juli und August jeden Mittwochvormittag das ausgefallenen Markttreiben. Wer hier seinen Stand aufbaut, widmet sich seinem Metier eher aus Liebe und Leidenschaft und nicht allein aus Gründen des Geldverdienens. So locken ausgefallene Würz- und Heilpflanzen, wie das „Kraut der Unsterblichkeit“, an den Stand von „Raum in Grün“. Vera Neemann erläutert die Vorzüge von winterhartem Rucola oder Currykraut in Bioqualität. „Heutzutage ist Liebstöckel eine Rarität, aber früher wuchs das in jedem Garten“, berichtete sie vom Sinnes- beziehungsweise Geschmackswandel.

Dem trägt auch Glasbläser Michael Horn mit seinen bunten Trinkgläsern aus dem eigenen Atelier „Feuerhauch“ Rechnung. Imker Michael Horn klärt auf, dass in Deutschland keine Akazien sondern Rubinien wachsen und empfiehlt die würzige Sommertracht. Ein Hotelier aus Steinhude sucht für seine Gäste etwas ausgefallenes zum Frühstück und stellt nach der ersten Kostprobe bei Marmeladeur Buck gleich fest: „hier bin ich richtig“. Inspiriert vom Thema „Seidenstraße“ hat sich Buck an die Produktion von Rosensirup gewagt, der zum Lieblingsmitbringsel regionaler Kaffeekränzchen avancierte.

Markus Waldmann erklärt derweil seine Käsesorten aus Ziegenmilch, beispielsweise nach Art des Brillat Savarin. „Erst probieren die Leute Frischkäse, später trauen sie sich auch an reifere Sorten, wie den Crottin, heran“, erläutert der Lichtenhorster. Obst, Gemüse und historisches Mobiliar gibt es auf Mardorfs Bauernmarkt ebenso wie genügend Zeit zum Plaudern.

Der Mardorfer Bauernmarkt öffnet bis Ende August immer mittwochs, 9 bis 13 Uhr, auf dem Aloys-Bunge-Platz. Nächste Woche gibt es dort als Sonderaktion ein Quiz zum Thema Getreide, und die Landfrauen bieten Fischbrötchen an.

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