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Mardorf „feiert“ Abschied von seiner Grundschule

Mardorf Mardorf „feiert“ Abschied von seiner Grundschule

Es gibt schönere Anlässe für ein Fest. Und doch: Mardorf hat sich mit Anstand von seiner Grundschule verabschiedet. Noch drei Unterrichtstage - dann schließt die Einrichtung.

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Mit einem selbst erdachten Tanz verabschieden sich Mardorfs Viertklässler.

Quelle: Patricia Chadde

Mardorf. Es wird nicht die letzte Schließung in Neustadt sein. Nach dem Aus für Mardorf werden im neuen Schuljahr noch an zwölf Standorten Grundschüler unterrichtet. Vom Vorhaben, zeitnah Gebäude in Helstorf oder Mandelsloh zu schließen und zu einer neuen modernen Einrichtung zusammenzuführen, hat der Rat der Stadt vorerst Abstand genommen. Aber für Schuldezernent Maic Schillack steht fest: „Nicht jeder Standort bleibt bei stark sinkenden Schülerzahlen erhalten.“ Von dieser Zeitung um eine Prognose für 2025 gebeten, erwiderte Schillack: „Wir steuern auf einen Bestand von sieben bis acht Grundschulen zu.“ Diese allerdings werden, sagt der Dezernent, „gut ausgebaut sein und weiterentwickelt“, würden „Ansprüchen an moderne Pädagogik genauso Rechnung tragen wie dem Betreuungsbedarf der Eltern.“

Zur Feier in Mardorf kam Schillack nicht - auch kein anderer Vertreter der Stadt wurde gesehen. Er habe erst am Freitag eine Einladung erhalten, sagt der Spitzenbeamte. Das sei zu kurzfristig gewesen.

Ortsbürgermeister Hubert Paschke hätte bei seiner Abschiedsrede auf die Grundschule am liebsten Schwarz getragen, „denn die Schule gehört hierher!“ Seine Gedanken wurden von den Besuchern geteilt. Neben Tanz und Gesprächen gab es Tränen und ein Kunstwerk: Die winkenden Kinderhände aus Ton sollen erinnern.

Von Patricia Chadde und Dirk von Werder

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