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Ein Juteteppich gegen die Wasserpest

neustadt Ein Juteteppich gegen die Wasserpest

Ein üppiges Kraut im Wasser, die Wasserpest, trübt Badenden wie Anglern die Freude am Bordenauer Kiesteich. Jetzt soll es zurückgedrängt werden.

Bordenau. Ein Vlies lässt hoffen: 2,60 breit, haben es Angler im Uferbereich des beliebten Sees zu Wasser gelassen. Die Matten aus Jute saugen sich voll, sind außerdem an den Rändern mit Steinen beschwert, sinken auf den Grund und sollen, so der Plan, dort die kanadische Wasserpest am Wachstum hindern, sollen ihr Licht und Sauerstoff nehmen.

Die üppig wuchernde Wasserpflanze hat in den vergangenen Jahrzehnten einheimische Arten verdrängt und durchzieht weite Teile des Wassers bis in die obere Bereiche. Vor allem in Ufernähe nimmt es Anglern, aber auch Badegästen die Freude an dem idyllisch gelegenen See nördlich Bordenaus.

"Das Ganze ist als Versuch angelegt", sagt Angelvereinsvorsitzender Holger Machulla. Landesweit beteiligten sich neun Angelvereine daran; insgesamt würden für 30 000 Euro Matten verlegt; die Umweltlotterie Bingo Lotto übernimmt davon mit 24 000 Euro den Löwenanteil. Es gebe bereits aus anderen Gewässern Erfahrungen mit dem Vlies, sagt Machulla - und die seien "überwiegend positiv". Das Vlies zersetze sich auf natürlichem Wege nach etwa drei Jahren. Bis dahin soll die Wasserpest soweit geschwächt worden sein, dass sich heimische und nur flach austreibende Wasserpflanzen wie Quellmoose und Laichkräuter gegen sie durchsetzen können.

Von Thomas Lunitz und Dirk von Werder

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