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Zehn Jahre und mehr: Musikschule feiert groß

Neustadt Zehn Jahre und mehr: Musikschule feiert groß

Trotz hitziger Debatten hat sich die Musikschule Neustadt nach ihrer Privatisierung bestens weiterentwickelt. Mehr als zehn Jahre nach der Neugründung wollen Schüler, Lehrer und Leitung das jetzt feiern - und zwar mit viel Musik.

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Die neuste Produktion: Schüler und Lehrer der Musikschule spielen gemeinsam "Peter und der Wolf" - auch beim Jubiläumsfest am 21. Mai auf dem Marktplatz

Quelle: privat

Neustadt. "Offizielle Neugründung war am 1. Januar 2005", sagt Leiterin Evelyn Boß, die bereits damals das Zepter in der Hand hatte. Zuvor hatte es hitzige Diskussionen gegeben: Die einst städtische Musikschule war geschlossen worden, alle 17 Lehrer gekündigt. Mit Unterschriftensammlungen und anderen Protestaktionen kämpften die Neustädter um den Fortbestand der Einrichtung.  

Dank des Engagements und Sponsorings von Unternehmer Detlev Meyer fanden die Streitparteien schließlich wieder zueinander. Sie einigten sich darauf, die Schule unter der Regie eines Fördervereins weiter bestehen sollte. "Er hat mir damals sein Vertrauen ausgesprochen", sagt Evelyn Boß, und setzt mit einem Kichern hinzu, "und das, obwohl ich keine Ahnung hatte, wie man mit einem Computer umgeht."

Sie hat andere Führungsqualitäten bewiesen. Mit Verve und Energie gingen sie und Büroleiterin Sabine Deneke zu Werke, nahmen alle damals rund 850 Schüler neu auf und sorgten auch dafür, dass neben den gekündigten 17 Lehrkräften drei weitere den Dienst antreten konnten. Kurz nach Gründung bekam die Musikschule noch das repräsentative Gebäude an der Lindenstraße als Domizil, das früher als Realschule und Orientierungsstufe genutzt worden war, aber einen beträchtlichen Renovierungsbedarf aufwies. Inzwischen ist vieles repariert und verschönert.

Und es gibt Unterricht mit fast allen Instrumenten, "außer Oboe", wie Boß sagt. Die Zahl der Schüler ist fast verdoppelt, auch dank der Netzwerker-Qualitäten der Leitung: Neben dem Einzel- und Gruppenunterricht dort für Musikfreunde vom Vorschul- bis zum Rentenalter sind in jüngster Zeit Kooperationen immer wichtiger, vor allem die Kindergärten der Stadt sind Partner. Auch mit der Musikschule der Nachbarstadt Wunstorf arbeite man bestens zusammen, sagt Boß. Und die Wohltätigkeitsclubs der Stadt, Rotary und Lions, sind immer für gemeinsame Projekte zu haben.

Zum Jubelfest soll der Marktplatz beben

Gefeiert wird, wegen des Stadtjubiläums im vergangenen Jahr um ein Jahr versetzt, am Sonnabend, 21. Mai, auf dem Marktplatz an der Liebfrauenkirche. Zwischen 10 und 16 Uhr zeigen die Ensembles die Vielfalt, die die Musikschule heute bietet. Den Anfang macht das Blasorchester, es folgen Klarinettenensemble und Kinderchor, Jazzband, Sinfonieorchester und Gitarrenensemble, Onkel Werners Blechhaufen und Popchor, Kinder aus der Früherziehung und Könner aus der Studienvorbereitung. "Der Marktplatz soll beben", ist das Motto, das Leiterin Evelyn Boß ausgegeben hat.  Zum Abschluss erklingt ab 15.15 Uhr noch einmal "Peter und der Wolf", die neueste Produktion, die Schüler und Lehrer gemeinsam aufführen.

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Von Kathrin Götze

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