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Neustadt: Nach dem Unwetter folgt das Aufräumen

Überschwemmung Neustadt: Nach dem Unwetter folgt das Aufräumen

Überspülte Straßen, hunderte geflutete Keller und großer Sachschaden: Nach dem Unwetter mit schweren Regenschauern am späten Montagnachmittag ziehen die Neustädter Bilanz und räumen auf, sofern dies überhaupt möglich ist.

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Dejancho Cvetkowski prüft an der Baustelle des neuen Hallenbades den Wasserstand.

Quelle: Benjamin Gleue

Neustadt. Zu 159 Einsätzen ist die Feuerwehr am Montagabend ausgerückt. Vor allem in der Kernstadt, aber auch in Suttorf mussten die mehr als 200 ehrenamtlichen Helfer von Feuerwehr, Technischem Hilfswerk und DRK ausrücken. "Es war so, als wenn jemand einen Schwamm direkt über der Kernstadt ausgedrückt hat. so etwas habe ich noch nicht erlebt", sagt Martina Fachmann, Pressesprecherin der Neustädter Feuerwehr.

Heftig erwischt hat es unter anderem auch die Kooperative Gesamtschule (KGS) und die benachbarte Baustelle des neuen Freizeitbades an der Leinstraße.

Im Naturwissenschaftlichen Bereich der Schule ist das Wasser aus den Waschbecken gedrückt worden und hat mehrere Räume geflutet, in oberen Klassenräumen ist das Regenwasser vom Dach her eingedrungen. "Der Ablauf des Flachdaches war völlig überfordert, das Wasser lief sogar durch Kabelkanäle und drang aus Lautsprechern in die Klassenzimmer", berichtet Schulleiter Tobias Hunfeld.

Am schlimmsten erwischte es allerdings die Sporthalle, die komplett geflutet wurde. Hier nutzte die Feuerwehr sogar Bänke, um das Wasser vom Parkett zu schieben.

Da das Dämmmaterial unterhalb des 2006 neu verlegten Parketts komplett durchnässt ist, ist die Halle bis auf weiteres gesperrt. Die Stadt prüft, ob die Halle saniert werden muss. Der Sportunterricht findet bis zu den Sommerferien auf dem Außengelände statt.

Auch an der benachbarten Baustelle des künftigen Freizeitbades hat der Starkregen erheblichen Schaden angerichtet. "Wir waren hier am rotieren, um zu retten, was zu retten war", sagt Vorarbeiter Idriz Muhaxheri. Unter anderem drohte der Baukran umzukippen, da das Wasser den Erdboden wegspülte. Nur ein auf die Schnelle mit einem Bagger geschaffener Abfluss verhinderte Schlimmeres.

Das Eindrücken der Wassermassen in die Baugrube konnten die Bauarbeiter aber nicht verhindern. "Wir haben bis zu einem halben Meter Schlamm und Wasser in der Baugrube, wir müssen jetzt erst einmal alles abpumpen, um die genauen Schäden festzustellen", sagt Helmut Eisbrenner, der als Chef der Wirtschaftsbetriebe Bauherr des neuen Freizeitbades ist.

In wie weit es durch den entstandenen Schaden zu Verzögerungen beim Baufortschritt kommen wird, ist noch nicht absehbar.

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Von Benjamin Gleue

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