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Erfahrene Bienenwirte bilden Nachwuchs aus

Neustadt Erfahrene Bienenwirte bilden Nachwuchs aus

Wer sich um Bienen kümmern will, muss nicht nur Interesse an der Natur und den Tieren haben. Er braucht auch handwerkliches Geschick und muss körperlich belastbar sein. Das lernen Nachwuchsimker bei einem Kurs der Volkshochschule Hannover-Land.

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Nachwuchsimkerin Marion Sauer (vorn) schaut unter Anleitung von Wilfried Zuraw nach den Bienen.

Quelle: Benjamin Gleue

Neustadt. Neustadt. Es summt im Garten von Wilfried Zuraw. Hunderte Bienen befinden sich im Anflug auf ihre Behausungen, den sogenannten Beuten, oder starten von selbigen, um Pollen einzusammeln. "Den Bienen geht es gut. Das höre ich an der Art ihres Summens", sagt der erfahrene Hobby-Imker.

Gemeinsam mit Kursleiter Dirk Beyer zeigt Zuraw, beide sind langjährige Mitglieder des Neustädter Imkervereins, den Nachwuchs-Bienenwirten, die tägliche Arbeit am Bienenvolk. "Natürlich wird man auch mal gestochen. Ich möchte Ängste nehmen und Spaß an der Arbeit vermitteln", sagt Beyer.

Neben theoretischen Grundlagen rund um die Pflege und Züchtung der Honigbiene steht auch viel Praxis auf dem Stundenplan. "Die Arbeiten am Bienenvolk lernt man am besten, wenn man selbst anpackt.", meint Beyer.

Und das kommt bei den Teilnehmern gut an: "Ich wusste vorher nicht, wie ich auf so viele Bienen reagiere. Aber jetzt habe ich keine Angst mehr. Respekt vor den Tieren gehört bei der Imkerei aber immer dazu", sagt Marion Sauer.

Überrascht waren die Nachwuchskräfte von etwas ganz anderem. "Die körperliche Arbeit ist nicht ohne", sagt Metin Karsak. Wie alle seine Mitschüler möchte auch er künftig seinen eigenen Honig herstellen. "Ich fand Bienen schon immer faszinierend. Es ist beeindruckend zu sehen, wie sich ein Volk organisiert", sagt der Wunstorfer.

Eines hat Karsak seinen Mitschülern aber bereits voraus. Er kümmert sich bereits um zwei eigene Bienenvölker, die er bei einem befreundeten Imker beherbergt. "Im nächsten Jahr sollen sie aber zu mir in den Garten ziehen", sagt er.

Hauptberufliche Imker gibt es nur noch wenige Hundert

In der Bundesrepublik sind nach Schätzungen des Deutschen Imkerbundes rund 115 000 Imker aktiv, die etwa 800 000 Bienenvölker betreuen. Hauptberufliche Bienenwirte gibt es allerdings nur wenige Hundert. Auch die gut 50 Mitglieder des Neustädter Imkervereins sind ausschließlich Hobby- und Nebenerwerbs-Imker. "Das schöne an der Imkerei ist, sie ist etwas für Jeden", sagt der Neustädter Wilfried Zuraw. So gibt es für Hobby-Imker keine Altersgrenze oder gesetzlichen Vorgaben. Es ist aber ratsam, sich Hilfe von erfahrenen Mitstreitern beim örtlichen Imkerverein zu holen, wie Zuraw  rät. Informationen über den Neustädter Verein sind im Internet auf www.imkerverein-neustadt.de zu finden.

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Mit dem Rauch aus einem Smoker können Imker die Bienen beruhigen.

Quelle: Benjamin Gleue

Von Benjamin Gleue

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