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Naturparkhaus bietet Schau für alle Sinne

Neustadt Naturparkhaus bietet Schau für alle Sinne

Das Naturparkhaus am Steinhuder Meer ist eröffnet - und dieses Angebot nutzten Neugierige am Wochenende. Viel Lob gab es für die Daueraustellung "Vom Torfabbau zum Klimaschutz – Moore im Wandel ihrer Funktion". Auf gut 120 Quadrameter Fläche gibt es vielfältige Möglichkeiten, sich dem Thema anzunähern.

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Quelle: Susann Brosch

Mardorf. Es ist eine Ausstellung, die die Sinne ansprich: visuell, akkustisch, doch auch der Tastsinn der Besucher ist gefragt. Zwei für die Ausstellung präparierte Torfsoden sollten das unterschiedliche Gewicht einer frischen, nassen Sode und einer getrockeneten Sode verdeutlichen. An anderer Stelle lagen drei ziegelsteingroße Torfsoden, die bei Berührung Informationen zu den drei Schichten Weißtorf, Brauntorf und Schwarztorf auf einem Monitor lieferten. Nicht nur Kinder machten von dem Angebot Gebrauch, im Museum auch einmal etwas berühren zu dürfen. Auch Erwachsene drückten auf Knöpfe, Monitore und Torfsoden, um den Exponaten ihre Information zu entlocken.

Das Naturparkhaus am Steinhuder Meer ist eröffnet - und dieses Angebot nutzten Neugierige am Wochenende. 

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„Das ist eine sehr schön präsentierte und informative Ausstellung,“ sagte ein Paar aus Schwarmstedt. „Den Kindern gefällt es gut, vor allem, weil alles auf ihrer Augenhöhe ausszuprobieren ist,“ ergänzte der Vater von vier Kindern. Zwei Mitglieder des benachbarten Segelclubs waren da ganz anderer Meinung. „Wir wollten sehen, wofür unser Steuergeld verwendet wurden,“ sagte der eine. „Anstatt hier drinnen etwas abzulesen, sollten die Leute einfach rausgehen und es mit eigenen Augen betrachten,“ sagte der andere. Die Mehrheit der Besucher gab den Mitarbeitern des Naturparks Steinhuder Meer aber eine positive Rückmeldung.

Das Thema "Alternativen zu Torf" weckte das meiste Interesse. Hier verweilten Besucher am längsten. Zu lesen, was jeder selbst für den Erhalt der Moore tun kann und wo im Alltag am meisten Kohlendioxid produziert wird, ließ viele innehalten. Wer wusste es vorher, wie viel Kohlendioxid bei einer Fahrt von Hannover nach Berlin und zurück entstehen? Wer kannte die Menge, die bei einem Spülgang mit einer haushaltsüblichen Spülmaschine freigesetzt werden? „Mir war gar nicht bewusst, dass ich beim Spülen und Waschen dazu beitrage“, sagte eine Besucherin aus Hannover.

In Deutschland werden jährlich zehn Millionen Kubikmeter Torf verbraucht. Etwa ein Drittel davon landet in unseren privaten Gärten. Doch Torf eignet sich nur unter Zugabe von Kalk und Dünger als Blumenerde. Die Alternative ist, beim Kauf auf torffreie Blumenerde zu achten. Durch den Schutz noch vorhandener Moore und die Wiedervernässung ehemaliger Moorgebiete wird das im Torf gebundene Kohlendioxid dort verbleiben und weiteres aus der Luft wieder aufgenommen. Deswegen ist der Erhalt und die Wiedervernässung der Moore wichig für den Klimaschutz.

Umfrage: Was hat Ihnen an der Ausstellung am besten gefallen?

Robin (8) aus Neustadt: „Mir haben die Filme gefallen, wo man wie ein Vogel oder eine Libelle übers Moor fliegt.“

Günter Stirnberg, Urlaubsgast aus dem Sauerland: „Mir gefällt das Gesamtkonzept. Es ist sehr unterhaltsam und informativ.“

Marla (11) aus Hannover: „Mir gefällt das Spiel, bei dem ich raten muss, wieviel Kohlendioxid ich am Tag produziere.“

Björn Dehnbostel, Gast aus Oldenburg: „Ich finde die Informationen über den historischen Torfabbau am spannendsten.“

Von Susann Brosch

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